Inzwischen befänden sich 9,6 Prozent aller Beschäftigten in befristeten Arbeitsverträgen, so der DGB. Foto: pixabay
Arbeitsmarkt

DGB: Befristete Arbeit in Bremen auf Höchststand

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat aktuelle Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zur Entwicklung der befristeten Beschäftigung im Land Bremen ausgewertet. Das Ergebnis: ein neuer Höchststand.

Inzwischen seien 9,6 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse befristet, so der DGB. Die befristete Beschäftigung habe sich in den letzten 20 Jahren mehr als vervierfacht und einen neuen Höchststand erreicht: 1996 waren laut DGB nur zwei Prozent aller Arbeitnehmer befristet beschäftigt.

DGB-Vorsitzende Annette Düring: „Immer mehr Menschen erhalten nur befristete Arbeitsverträge. Inzwischen erfolgt fast jede zweite Neueinstellung auf Zeit. Für die betroffenen Arbeitnehmer ist eine verlässliche Lebensplanung oft unmöglich.“

DGB fordert Gesetzgeber zum Handeln auf

Laut Düring würden die Daten zeigen, dass der überwiegende Teil der Befristungen (70 Prozent) ohne sachlichen Grund erfolgt. Viele Arbeitgeber würden die bestehenden gesetzlichen Regelungen nutzen, nach denen Arbeitsverhältnisse bis zu zwei Jahren befristet werden können – obwohl es keinen betrieblichen Anlass gebe.

„Arbeitsmarktpolitisch gibt es keine Notwendigkeit für die sachgrundlose Befristung, aber immer öfter wird dieses Instrument als verlängerte Probezeit missbraucht. Es ist Zeit, dass der Gesetzgeber handelt. Die Möglichkeit der Befristung ohne sachlichen Grund muss beendet werden“, so Düring.

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