Die Designerin Ann-Kristin Riemann entwickelt moderne hanseatische Accessoires. Foto: Nouvelle Studio Bremen
Mode

Weserherz-Kollektion: Bremen zum Mitnehmen

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„Bremen hat so viele schöne Ecken“, findet Ann-Kristin Riemann, die die Besonderheiten der Hansestadt in ihrer neuen Kollektion verarbeitet. Im Herbst sollen die hanseatischen Accessoires in die Geschäfte kommen.

Von Insa Lohmann

Die 32-jährige Ann-Kristin Riemann ist Bremerin durch und durch. Sie mag die Hansestadt mit all ihren Facetten und Besonderheiten wie der Altstadt, dem Schnoorviertel, der Schlachte oder dem Bürgerpark. „Bremen hat so viele schöne Ecken“, sagt Riemann, die ein Faible für Handgemachtes hat.

Diese beiden Vorlieben verbindet sie mit ihrem Label Ann Lace, das sie bereits während ihres Studiums gründete. Nun will die Jungunternehmerin eine ganze Kollektion mit bremischen Accessoires entwerfen – und die Bremer sollen mitentscheiden.

„Bremer Sachen herstellen“

Ann-Kristin Riemann hatte schon immer eine große Leidenschaft für Do-it-yourself-Produkte. Mehr zum Zeitvertreib fing die junge Frau in den Semesterferien an, Freundschaftsarmbänder zu knüpfen und diese online zu verkaufen.

Die Nachfrage war so groß, dass ihre erste Schmuckkollektion folgte und die 32-Jährige einen eigenen Shop auf der Internetplattform DaWanda eröffnete, auf der Hobby-Designer ihre Produkte anbieten. „Warum nicht auch Bremer Sachen herstellen“, dachte sich die gebürtige Vegesackerin, der beim Blick in die Bremer Schaufenster auffiel, dass es in der Hansestadt an zeitgemäßen Bremer Accessoires fehlt.

Stadtmusikanten als Motiv

Riemann startete schließlich eine Crowdfunding-Kampagne, über die sie innerhalb von vier Wochen rund 5.000 Euro zusammenbekam. Nun möchte sie mit ihrer Kollektion Weserherzen ihre Produktpalette erweitern. „Ich habe so viele Ideen“, sagt die 32-Jährige, die schon als Kind Gefallen an Design und Basteln fand.

Und die Designerin war fleißig die letzten Monate: Sie hat Schmuck, Turnbeutel, Kaffeebecher, Postkarten, Notizblöcke und selbst designte T-Shirts entworfen, die mal mehr mal weniger abstrakte Bremen-Motive wie die Stadtmusikanten zeigen.

Kunden sollen abstimmen können

Bei einigen muss man tatsächlich zweimal hinschauen, doch gerade das zeichnet ihre Produkte aus. Mit ihren Accessoires möchte sich die ehemalige BWL-Studentin deutlich von den üblichen Souvenirs und Mainstream-Mitbringseln abheben: „Eine richtige Bremer Geschenk- und Lifestyle-Kollektion“, sagt Riemann, die mit ihrer Kollektion vor allem jüngere Leute ansprechen möchte.

Damit sie mit ihrer Weserherzen-Kollektion auch den Nerv der Käufer trifft, sollen diese über die Social-Media-Kanäle über das Design ab­stimmen dürfen. Schließlich sind es die Bremer selbst, die die hanseatischen Accessoires hinterher nach außen tragen sollen: „Ich wünsche mir, dass man die Produkte zum Beispiel mit in den Urlaub nimmt“, sagt Ann-Kristin Riemann.

Bis zum Herbst möchte die Designerin ihre handgemachten Souvenirs in die Bremer Geschäfte bringen, die dann unter anderem in der Nur Manufaktur an der Bischofsnadel erhältlich sein sollen.

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