Am Katapult-Wurfarm Mathe lernen -
Mathe_am_Strand, Foto: Schlie Zehn junge Bastler haben sich eine Woche lang mit dem Bau und der Funktion eines Katapults beschäftigt und dabei trotz Ferien viel Mathe gelernt. Foto: Schlie
Ferienprogramm

Am Katapult-Wurfarm Mathe lernen

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Die Sommerferien mit Lernen verbringen, klingt für viele Schüler vermutlich nicht verlockend. Wenn es jedoch mit viel Spaß, Spielen und handwerklichem Geschick verbunden ist, sieht es schon anders aus.

Der Verein „Mathe am Strand“ hat in diesem Jahr bereits zum siebten Mal die Experimentierwoche gestartet.
Zehn Jungen zwischen zehn und 14 Jahren haben sich in ihren Ferien getroffen und gemeinsam mit Nico von Rönn, Vorsitzender des Vereins, Katapulte gebaut. Am Ende des einwöchigen Projekts präsentierten die Jungen ihre Arbeiten den Eltern. Doch das Bauen der Wurfmaschinen war längst nicht alles.

„Wir haben das Holz und die Nägel selbst eingekauft“, sagt einer der jungen Teilnehmer. Von Rönn erklärt: „Wir kaufen die Materialien vorher ein“. Mit Spielgeld können die Teilnehmer dann die benötigten Teile aussuchen und „erwerben“. „Es gibt ein Modell des Katapults, wo sie selbst abmessen können, wie groß die einzelnen Teile sein müssen. Die kaufen sie dann ein“, sagt von Rönn. Er helfe nur, wenn es Probleme gebe. Die Jungen sollten aber probieren, diese zunächst selbst zu lösen.

Verstehen, um zu verbessern

„Das Katapultbauen hat Spaß gemacht und auch, es zu verbessern. Die Mathematik kommt dann, wenn wir schießen“, erklärt einer der Jungs. Zwischendurch würden sie auch einfach nur spielen. Die Physik hinter der Konstruktion ist den Bastlern auch nicht fremd. Nur wenn sie verstehen, wie das Katapult funktioniert, können sie es verbessern. Durch die Gespräche zwischen den Jungen und Leiter von Rönn wird jedoch schnell klar, dass sie wissen, was sie tun. Hier wird sich fachmännisch ausgetauscht.

Einer der Jungen erklärt, was er an dem Katapult verstellen muss, damit es entweder in die Höhe oder in die Weite schießen kann. Des Rätsels Lösung ist der Boden einer Plastikflasche, der am Wurfarm angebracht ist. Der Rand der Flasche ist an einer Seite höher als an der anderen. Je nachdem in welche Richtung man sie dreht, fliegt der Tennisball nach oben oder in die Ferne. Auch die Flaschen sägen die Kinder natürlich selbst zurecht. Das Gewicht am anderen Ende des Arms beeinflusst die Entfernung, die der Ball zurücklegt.

Wer in diesem Jahr nicht dabei war, hat im nächsten die Gelegenheit, mit viel Spaß und Eigenverantwortung am Ferienprogramm von „Mathe am Strand“ teilzunehmen.

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