Sichtbares Zeichen für Innovationen in Bremen: das Modell der Ariane 6, das zum Raumfahrtkongress im Oktober aufgestellt wurde. Foto: Archiv
Wirtschaftsförderung

Image-Kampagne: Bremen geht in die Offensive

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Die Handelskammer Bremen startet nun eine internationale Werbekampagne, um Unternehmen und Fachkräfte in die Hansestadt zu locken. „Bremen: City of Innovation“ lautet das Motto der Aktion in den sozialen Netzwerken.

Unterstützung erhofft sich die Handelskammer dabei von Unternehmen, die schon in Bremen sitzen, aber international agieren. Sie sollen auf ihren firmeneigenen Internetseiten und über ihre auswärtigen Tochtergesellschaften auf die Aktion hinweisen und so Fachkräfte in anderen Teilen Deutschlands und im Ausland für Bremen begeistern. Die Luft- und Raumfahrtunternehmen OHB und Airbus konnte die Handelskammer schon für Aktion gewinnen.

Sie sollen bei „City of Innovation“ nicht nur Berichte posten, sondern auch Fotos und Videos. Auch die Wirtschaftsbehörde und die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) können dort auf herausragende Arbeiten hinweisen wie etwa auf das Forschungsprojekt zur autonomen Inspektion von Windkraftanlagen oder auf das Vorhaben Plan Blue zur Kartografierung des Meeresbodens.

„Die jungen Leute suchen auch eine Szene“

Das Starthaus plant für 2019 eine Kampagne unter dem Motto: „Startland Bremen“ (WESER REPORT berichtete). Auch sie soll in den sozialen Netzwerken laufen.„Wir wollen Content und Botschaften über Bremen bringen“, sagte Ralf Stapp, der Geschäftsführer der Bremer Aufbau-Bank, zu der das Starthaus gehört. „Wir brauchen eine Grundstimmung, die Gründer anzieht oder zur Gründung anregt“, erklärte Stapp.

Attraktive Arbeitsplätze, hervorragende Forschungsinstitute und günstige Wohnungen reichten aber noch nicht, um junge Menschen für Bremen zu begeistern, meinte Handelskammer-Präses Harald Emigholz. „Die jungen Leute suchen auch eine Szene“, ist sich der Präses sicher.

27 Prozent aller Einwohner Bremens 60 Jahre alt und älter

Daran mangelt es allerdings. Zu dem Ergebnis kam das Beratungsunternehmen Empirica. Erst im November stellte es eine Studie über Bremen vor. Das Ergebnis: Die 20- bis 30-Jährigen vermissen eine kreative Atmosphäre. Selbst kleinere Städte wie etwa Oldenburg finden Jüngere laut Studie attraktiver als Bremen.

Kein Wunder, dass rund 27 Prozent aller Einwohner Bremens 60 Jahre alt und älter sind, das gilt für die Hansestadt und das Bundesland gleichermaßen, wie das Statistische Landesamt registriert hat.

Rund 229 Millionen Euro haben Unternehmen 2016 laut WFB in Bremen investiert. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor. 57 Prozent der Investitionen kamen aus Europa, gefolgt von Asien mit 33 Prozent. Innovationsstärktes Land war China.

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