Brexit Am Dienstag steht erneut eine Entscheidung über den Brexit-Vertrag aus. Symbolfoto: Pixabay
Blick nach London

Wie der Brexit Bremens Wirtschaft trifft

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Brexit und der Handelsstreit von US-Präsident Donald Trump mit China und der EU: Bremer Unternehmen treibt die aktuelle wirtschaftliche Lage um. Was die Handelskammer dazu sagt und welche Prognose sie abgibt.

Bremens Unternehmer blicken in diesen Tagen vor allem nach London. Am Dienstag entscheidet dort das Unterhaus erneut über den Brexit-Vertrag, lehnt es ihn abermals ab, stimmt das Parlament am Mittwoch über einen Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Vertrag ab. „Der Brexit verunsichert Bremens Wirtschaft“, sagt Handelskammer-Präses Janina Marahrens-Hashagen.

Mehr als 50 Bremer Unternehmen betreiben in Großbritannien eine Niederlassung, über 300 Firmen tätigen dort Geschäfte, so die Wirtschaftsförderung Bremen. Das Königreich ist Bremens drittwichtigster Handelspartner nach Frankreich und den USA.

BIP im Land Bremen um 1,8 Prozent gestiegen

Aus den USA droht die nächste Gefahr für Bremens Wirtschaft. Auch der Handelsstreit von US-Präsident Donald Trump mit China und der EU treibt die Unternehmer um. Dennoch erwartet die Handelskammer, „dass sich die positive Entwicklung der Konjunktur 2019 fortsetzt“, so Hauptgeschäftsführer Matthias Fonger.

Das Jahr 2018 sei „robust“ gewesen, sagt Fonger. Zwar lägen für das Gesamtjahr noch keine Zahlen vor, aber in der ersten Hälfte sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Land Bremen um 1,8 Prozent gestiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Im gesamten Jahr 2017 hatte Bremen noch ein Plus von 3,3 Prozent erreicht. Die Arbeitslosigkeit sei in Bremen 2018 allerdings „vergleichsweise hoch“ geblieben, beklagt die Handelskammer.

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