Michael Lempe, Vorstand der HKK, berichtete wieder einmal über steigende Mitgliederzahlen. Foto: pv
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Handelskrankenkasse wächst immer weiter

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Die Bremer Handelskrankenkasse erfreut sich dank niedriger Zusatzbeiträge bundesweit großer Beliebtheit.

Die Bremer Krankenkasse HKK (Handelskrankenkasse) wird im Juli erstmals die Grenze von 500.000 Mitgliedern (650.000 Versicherte) überschreiten. Das prophezeite Vorstand Michael Lempe anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2018.

Im Jahr 2000, zum Amtsantritt von Lempe, lag die Zahl der Mitglieder noch bei 122.000. Inzwischen zählt die HKK zu den größten gesetzlichen Krankenkassen bundesweit.

Niedrigster Zusatzbeitrag seit 2015

Das anhaltende Wachstum verdankt die HKK insbesondere den niedrigen Beiträgen. 2018 war sie nach eigenen Angaben mit einem Zusatzbeitrag von 0,59 Prozent zum fünften Mal in Folge die günstigste deutschlandweit wählbare Krankenkasse. Im Vergleich mit nur regional tätigen Kassen ist die HKK immerhin noch in 13 von 16 Bundesländern am günstigsten. „Je nach Einkommen war das ein Beitragsvorteil von bis zu 138 Euro gegenüber einer durchschnittlichen und bis zu 302 Euro gegenüber einer teuren Kasse“, rechnete Lempe vor.

Trotz der niedrigen Zusatzbeiträge und einiger Extraleistungen erwirtschaftete die HKK 2018 einen Überschuss von rund 38,7 Millionen Euro. Den brauche man auch, um angesichts des anhaltenden Wachstums ausreichend Rücklagen bilden zu können, so Lempe. Grundlage für den Erfolg sind neben einer günstigen Versichertenstruktur insbesondere die vergleichsweise niedrigen Verwaltungskosten.

Keine Erhöhung für 2020

Während aufgrund neuer gesetzlicher Leistungsvorgaben viele Krankenkassen für 2020 mit einer Anhebung der Zusatzbeiträge rechnen, sind die HKK-Verantwortlichen zuversichtlich, ihren günstigen Zuschlag (aktuell 0,39 Prozent) auch im kommenden Jahr halten zu können. „Eine Erhöhung können wir heute schon ausschließen“, sagte Lempe. Die Entscheidung über die Höhe des Zusatzbeitrages trifft der HKK-Verwaltungsrat im Dezember.

Auf den Standort Bremen wirkt sich das Wachstum der HKK positiv aus. 2018 entstanden 80 unbefristete Stellen neu und in diesem Jahr bereits weitere 45. „Wir sind eine kleine Jobmaschine“, sagte Lempe. Neben den drei Standorten in der Innenstadt will die HKK zusätzliche Räume in der Airport-City anmieten.

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