Die Skanderbeg-Statue von Pristina. Ähnliche Statuen des Freiheitskämpfers findet man auch in Tirana und Skopje. Im Hintergrund ist das Regierungsgebäude des Kosovo zu sehen.Foto: pv Die Skanderbeg-Statue von Pristina. Ähnliche Statuen des Freiheitskämpfers findet man auch in Tirana und Skopje. Im Hintergrund ist das Regierungsgebäude des Kosovo zu sehen. Foto: pv
Reise

Noch ein Geheimtipp

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Pristina ist ein neues Sommerziel ab Bremen: Dreimal wöchentlich geht es direkt in die Hauptstadt des Kosovo.

Sie wird als Europas jüngste Kapitale gehandelt. Doch im Grunde genommen ist Pristina eine recht alte Stadt, deren Wurzeln bis in die Zeit der alten Römer reichen.

Danach kamen die Byzantiner, die Osmanen und irgendwann war die Stadt ein Teil von Jugoslawien – alle haben ihre architektonischen Spuren hinterlassen.

Diese können jetzt erkundet werden, denn seit Kurzem hat Bremen eine direkte Verbindung in die Hauptstadt des Kosovo.

Momentan fliegt die kroatische Fluggesellschaft Tradeair einmal die Woche von der Weser nach Pristina, von Juli bis Oktober soll dann auf zwei wöchentliche Flüge aufgestockt werden.

Auch Eurowings hat das Ziel neu ab Bremen im Angebot. Gelegenheit genug also in diesem Sommer für einen Städtetrip in den kleinen Balkanstaat.

Selbst für versierte Städte­reisende ist Pristina noch ein Geheimtipp, dabei wartet die europäische Metropolen mit der ganzen Palette auf, die ein Cityziel ausmachen.

Angefangen bei der Jashar-Pascha-Moschee und der Çarshi-Moschee, die zu den ältesten islamischen Sakralbauten der Stadt gehören, prägen auch der Basar, der Große Hamam und die Große Moschee die orientalische Seite Pristinas.

Byzantinische Kirchen, islamische Gotteshäuser und Bauten aus sozialistischer Zeit: Pristina hat architektonisch einiges zu bieten. Foto: Leonhard Niederwimmer / Pixabay

Dazu gesellen sich die Mutter-Teresa-Kathedrale, der Uhrturm und der Skanderbeg-Platz als weitere Must-sees.

In Kontrast dazu stehen die Bauwerken aus der jugoslawischen Zeit, allen voran die National­biblio­thek des Kosovo, bei deren Architektur sich so manche Geister scheiden.

Pristina und der Kosovo punkten mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Das zeigt sich auch beim Restaurantbesuch. Mit ihrer Küche, die von den unterschiedlichen ethnischen Gruppen geprägt ist, können die Kosovaren ohnehin punkten.

Viele Gaumenfreuden

Dazu zählen Schmorgerichte mit Fleisch, Gemüse und Reis, Fleischburek und Kebap. Dazu wird Rakija, ein hochprozentiger Obstbrand, getrunken.

Gut gestärkt, kann die Entdeckungstour fortgesetzt werden. Mit knapp 11.000 Quadratkilometern Fläche ist die Republik Kosovo ein recht kleiner Staat, so dass die Distanzen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten außerhalb Pristinas schnell mit einem Mietwagen zu bewältigen sind.

Schöne Ausflugsmöglichkeiten

Der Kosovo ist eine Fundgrube für Naturfreunde. Stichwort Rugova-Schlucht: Rund anderthalb Autostunden westlich der Hauptstadt liegt nahe der Grenze zu Montenegro die Stadt Peja. Sie ist das Tor zur größten tourisitschen Attraktion des Kosovo, der rund 25 Kilometer langen Rugova-Schlucht mit ihren kristallklaren Seen, tosenden Wasserfällen und grandiosen Panoramablicken auf die mächtigen Gebirgszüge.

Besuchenswert ist auch das Bärenreservat, das sich ebenfalls in der Nähe der Hauptstadt befindet.

Tipps

Nicht verpassen: Das Newborn-Monument in Pristina, eines der bekanntesten Denkmäler der Stadt.

Unbedingt probieren: Flia, eine Art Pastete aus mehreren dünnen Teigschichten und einer Füllung aus dem balkantypischen cremeartigen Kajmak, das über offenem Feuer zubereitet wird.

So fliegen: eurowings.de, flyrbp.com, airmunich.eu

Infos: auswaertiges-amt.de

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