Die Grün-Weißen um Marvin Ducksch und Christian Groß (von rechts) hatten im Training am Donnerstag mit winterlichen Verhältnissen zu kämpfen. Foto: Nordphoto Der neue Werder-Trainer setzt bei der Aufstellung gegen Erzgebirge Aue auf Erfahrung: Gut für Marvin Ducksch und Christian Groß (von rechts). Foto: Nordphoto
Weserstadionpremiere

Geschlossenheit zeigen

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Werders Spieler sollen auf dem Platz jederzeit füreinander da sein, fordert Ole Werner vor dem Spiel gegen Aue

Die Zeit war kurz: Eine Trainingseinheit zum Kennenlernen, zwei um ein paar Dinge hinsichtlich des nächsten Spiels gegen Erzgebirge Aue (an diesem Freitag um 18.30 Uhr) einzustudieren und dann noch das Abschlusstraining am Donnerstag.
„Ich habe ein gutes Gefühl“, sagt Werders neuer Trainer Ole Werner vor seinem Debüt auf der Bremer Bank und gleichzeitig auch im Weserstadion. Weder als Trainer noch als Zuschauer hat er hier im Bremer Fußballtempel bislang ein Spiel erlebt. Das wird sich nun also am Freitag ändern.

Noch nie gegen Aue verloren

Was sich am besten nicht ändern soll, das ist Werners persönliche Bilanz gegen die Erzgebirgler: Im laufenden Kalenderjahr gewann er mit seinem Ex-Verein Holstein Kiel beide Spiele gegen die Ostdeutschen, und auch davor hat er noch nie gegen Aue verloren.
Dass ihm Aue als Gegner irgendwie besonders liegt, das würde Werner nicht unbedingt unterschreiben. Dass er aus seinen bisherigen Erfolgen auch für Werder so etwas wie eine Blaupause ableiten könnte, das verneint er ebenfalls, weist stattdessen darauf hin, dass ja auch bei Aue inzwischen ein andere Trainer auf der Bank sitze.

Klare Aufgaben gegen gradlinigen Fußball

Aue habe unter dem neuen Coach zurückgefunden zu der Spielweise, mit der der Verein über viele Jahre erfolgreich in der zweiten Liga spielt und die sich durch gradlinigen Fußball auszeichnet.
Eine klare Aufgabenverteilung werde er seinen Spielern an die Hand geben, sagt Werner und hat auch eine genaue Vorstellung davon, was er von seiner Mannschaft auf dem Platz sehen will: „Sie soll Geschlossenheit zeigen.“ Es gehe darum füreinander da zu sein und sich zu unterstützen – vor allen Dingen wenn es nicht so gut läuft.

Ducksch und Füllkrug gemeinsam

Personell setzt Werner ganz pragmatisch auf Spieler mit Erfahrung. Jiri Pavlenka werde im Tor stehen, lässt der 33-jährige Coach durchblicken und in der Offensive dürften auch erneut Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug auflaufen. Ob als Doppelspitze, worauf seine Vorgänger zuletzt setzten, oder eher versetzt, da darf man sich überraschen lassen. „Marvin ist ein Spieler, der um eine Spitze herumspielen kann“, sagt Werner vor seinem ersten Auftritt im Weserstadion, der völlig unabhängig vom Ergebnis auf jeden Fall ein Erlebnis für ihn werden dürfte. 27.000 Fans dürfen dabei sein. Damit gilt das Stadion unter den aktuellen Corona-Bedingungen als ausverkauft.

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