Niklas Schmidt hat in seiner Karriere schon viele Auf und Abs erlebt. Foto: Nordphoto Zuletzt beim 1:0 gegen Darmstadt 98 spielte Niklas Schmidt (links) bei Werder endlich wieder über 90 Minuten. Foto: Nordphoto
Über 90 Minuten

Wenn die Sonne wieder scheint

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Niklas Schmidt hofft, dass sein Aufschwung auch am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Sandhausen weitergeht.

Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen – so in etwa könnte man das fußballerische Lebensmotto von Werders Niklas Schmidt beschreiben. Der strahlt nämlich in der Medienrunde so viel Gelassenheit aus, dass man beinahe Probleme hat, es ihm wirklich abzunehmen. Doch der 24-Jährige hat in seiner Karriere, die ja durchaus nicht mehr ganz so jung ist, schon etliche Hochs und Tiefs erlebt, weiß, dass nach eher tristen Phasen auch schnell wieder die Sonne scheinen kann. Das erlebte der Mittelfeldmann bereits in seinen früheren Werder-Zeiten und genauso bei seinen Leihen zum VfL Osnabrück und nach Wehen-Wiesbaden.

Durststrecke in der Hinrunde

Selbst die aktuelle Saison bei den Grün-Weißen besteht für ihn aus einem beständigen Mix aus Auf und Abs. Im Sommer wollte ihn der Verein liebend gerne loswerden, dann empfahl er sich über gute Leistungen, zeigte starke Auftritte in den ersten Saisonspielen und erhielt sogar eine Vertragsverlängerung. Allerdings ging Schmidts Aufwärtstrend parallel zu Werders Problemen in der Hinrunde dann auch schnell wieder in eine Durststrecke über.

Heftig erwischt durch Corona

Schmidt spielte keine Rolle mehr für die Startformation, fing sich zudem eine Coronainfektion ein, die ihn erst außer Gefecht setzte und dann auch noch ziemlich lange und heftig körperlich beeinträchtigte. Als der neue Trainer Ole Werner seinen Job an der Weser antrat, konnte Schmidt sich nicht empfehlen, lag danieder.
„Jetzt bin ich wieder zu 100 Prozent fit“, sagt der Profi jetzt und lieferte am vergangenen Spieltag beim Heimsieg im Spitzenspiel gegen Darmstadt 98 auch gleich den Beweis dafür, als er 90 Minuten lang durchspielte. An diesem 27. Spieltag übrigens das erste Mal seit dem 4. Spieltag dieser Saison.

Ausfälle verbessern Schmidts Aussichten

Der Grund dafür, dass Schmidt überhaupt in der Startelf stand, hatte dabei vorwiegend mit anderen Akteuren zu tun, schließlich hatte sich erst durch den Ausfall von fünf Stammspielern der Bedarf für Trainer Ole Werner ergeben, auf einige seiner etatmäßigen Reservisten zurückzugreifen. Schmidt sieht auch das gelassen.
Zumal seine Chancen auf einen weiteren Einsatz nicht schlecht stehen, schließlich werden mit Ömer Toprak, Marco Friedl und Mitchell Weiser mindestens drei Startelf-Kandidaten auch am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) gegen Sandhausen ausfallen. Kann also gut sein, dass Schmidts Aufschwung da in die nächste Runde geht.

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