Der Sonnenuntergang am Willy-Brandt-Platz unterhalb der 1913 erbauten Strandhalle ist ein schöner Abschluss des Tages. Foto: Füller Der Sonnenuntergang am Willy-Brandt-Platz unterhalb der 1913 erbauten Strandhalle ist ein schöner Abschluss des Tages. Fotos: Füller
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Tiere, Schiffe und Wüstenklima

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Wie ein Mini-Urlaub: Warum sich ein Besuch in Bremerhaven immer wieder lohnt

Selten hat Bremerhaven mehr Aufsehen erregt. Seit der Molenturm in Schieflage geriet, macht die Bremer Exklave in der ganzen Welt Schlagzeilen.

Abseits der aktuellen Attraktion ist die Seestadt aber ebenfalls eine Reise wert – vor allem mit Kindern. Ein Tag ist da fast schon zu wenig, über eine Übernachtung sollte zumindest nachgedacht werden.

Besucherfreundlich ist bereits die von Bremen aus kurze Anreise per Zug und die Ankunft: Wer den schnuckeligen Hauptbahnhof verlässt, findet vor der Tür praktischerweise direkt die Bushaltestellen samt Anzeigetafeln vor.

Der Zoo am Meer, das Auswandererhaus, das Klimahaus, das Deutsche Schifffahrtsmuseum, das Weserstrandbad, das U-Boot Wilhelm Bauer, die Wesermündung samt Promenade sowie das Mein Outlet & Shopping Center knubbeln sich rund um den Alten und den Neuen Hafen. Seit einem Jahr strahlt dort auch der Großsegler „Schulschiff Deutschland“.

Erst Zoo, dann Fischbrötchen

Besucher haben die Qual der Wahl. Los geht es am Zoo am Meer. Ein Familien-Tagesticket kostet 25 Euro. Neben den berühmten Eisbären, den Seebären, Pinguinen und Robben bietet das Aquarium Wissenswertes über den Lebensraum Nordsee.

Am Neuen Hafen in Bremerhaven gibt es viel zu erleben und zu entdecken.

Im Anschluss ist eine Stärkung nötig, die Auswahl ist groß: Da gibt es Restaurants und Eisdielen auf Schiffen, im Einkaufscenter und an Buden, außerdem zahlreiche Fischrestaurants – verhungern muss in Bremerhaven niemand.

Auf fünf Kontinente unterwegs

Auf dem Programm steht nun das Klimahaus. Besucher begeben sich dort auf eine Reise entlang des achten Breitengrades über fünf Kontinente hinweg und durch neun Länder. Eine Abkühlung im Gletschertunnel und in der Antarktis ist ebenso eindrucksvoll, wie die Hitze in einer Wüste zu erleben.

Eine Runde durch das angrenzende Shoppingcenter lohnt sich ebenfalls. Die Gestaltung der Geschäfte mit ihren bunten Hausfassaden lässt fast vergessen, dass man sich in einem Gebäude befinden.

Auf der anderen Seite des Centers wartet der Alte Hafen mit dem U-Boot „Wilhelm Bauer“, einem Original aus dem Zweiten Weltkrieg. Aber auch das Deutsche Schifffahrtsmuseum liegt am Alten Hafen.

Bremerhaven erleben heißt auch Schiffe gucken. Und das kann man wunderbar entlang der Promenade. Die zahlreichen in den Hochwasserschutz eingelassenen Sitze sowie die Wiese laden zum Pausieren ein. In der Ferne sind mit Glück auch die riesigen Kreuzfahrtschiffe zu sehen.

Der Spaziergang endet am Willy-Brandt-Platz an der Seebäderkaje mit dem Auswandererdenkmal und einem Besuch der Strandhalle, einem Restaurant direkt oberhalb des Platzes mit tollem Ausblick.

Fakten:

Fahrtdauer: Bremen – Bremerhaven zwischen 34 und 45 Minuten.

Verbindungen: RE 8, RE 9 und NWB RS2. Von Bremerhaven Hbf. verkehren die Busse der Linie 502 und 508 zu den Havenwelten.

Info: bahn.de

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