Jan Mackenberg und Michael Kersting von der Volksbank sowie Stefan Kalt und Thorben Prenntzell von der Sparkasse (von links) sind die Kooperation eingegangen. Foto: Birgit Asmann
Fusion

Banken teilen Standorte

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Die Sparkasse und die Volksbank eröffnen gemeinsame Geldautomaten.

Aus Konkurrenten werden Partner: Die Sparkasse Rotenburg Osterholz und die Volksbank Osterholz Bremervörde machen ab dem 1. Mai gemeinsame Sache und kooperieren zukünftig an mehreren SB-Geräte-Standorten im Landkreis Osterholz und im Altkreis Bremervörde.
„Das ist eine Win-win-Situation für uns alle“, sagt Stefan Kalt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rotenburg Osterholz. „So können beide Banken das Angebot für die Kunden länger halten.“

Konkurrenten arbeiten zusammen

Schon vor der Pandemie sei der Bedarf an Abhebungen zurückgegangen, die Zahlungen per Karte stiegen. Zudem kann seit geraumer Zeit auch in Supermärkten und anderen Läden Geld an der Kasse abgebucht werden. Bei solchen Entwicklungen sei es dann „unwirtschaftlich“ einen kaum frequentierten Automaten bestehen zu lassen, erklärt Kalt weiter. Dem schloss sich auch Jan Mackenberg, Vorstandsmitglied der Volksbank Osterholz Bremervörde an: „Es ist natürlich ganz außergewöhnlich, dass zwei konkurrierende Banken zusammenarbeiten. Trotzdem zählt für uns beide die Regionalität, der wir uns verpflichtet fühlen.“

Drei Standorte im Landkreis

Andere Banken haben sich längst aus dem Landkreis Osterholz zurückgezogen. Jüngst wurde der letzte Postbank-Automat in der Kreisstadt geschlossen. „Das wollen wir eben nicht“, sagt Thorben Prenntzell von der Sparkasse. „Wir wollen für unsere Kunden vor Ort sein.“
An folgenden Standorten können künftig Kunden beider Häuser kostenfrei Bargeld verfügen: In Osterholz-Scharmbeck im Famila-Markt am Hördorfer Weg 50, in Heilshorn an der Classic-Tankstelle in der Bremer Heerstraße 35 und in Lilienthal am Falkenberger Kreuz an der Falkenberger Landstraße 104.

Sicherheit an erster Stelle

Für die Zusammenarbeit haben zum Teil die Sparkasse, zum Teil die Volksbank auf ihre angestammten Standorte verzichtet, damit ein gemeinsamer Automat möglich ist. „Dabei haben wir auch immer auf die Sicherheit geachtet“, sagt Michael Kersting, Vorstandsvorsitzender bei der Volksbank. „Die Sprengungen nehmen eklatant zu und die Täter werden immer skrupelloser.“ Filialen, über denen Mieter wohnen, hätten die beiden Banken für die Fusion aufgegeben. „Uns ist wichtig, dass keine Menschen verletzt werden“, so Kersting. Für die neuen Standorte gibt es weitreichende Sicherheitskonzepte, dazu soll es auch hier Übernachtschließungen geben. Laut Kersting sei dies „immer noch die sicherste Methode“.

Weitere könnten folgen

Nach der Automaten-Fusion wolle man in einem zweiten Schritt auch über die Zusammenlegung von Kontoauszugsdruckern nachdenken, so die Verantwortlichen. „Wenn die Aktion Erfolg hat, dann könnte man sie auch ausweiten und weitere gemeinsame Standorte eröffnen“, stellt Mackenberg in Aussicht.

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