Der Riesenbärenklau wächst unter anderem auch am Waller Feldmarksee und am Ufer des Osterdeiches. Die Pflanzen blühen erst von Juni bis August.Foto: Bollmann Der Riesenbärenklau wächst unter anderem auch am Waller Feldmarksee und am Ufer des Osterdeiches. Die Pflanzen blühen erst von Juni bis August. Foto: Bollmann
Natur

Besser Abstand halten

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Der Riesenbärenklau kann Verbrennungen verursachen – und ist auch in Bremen zu finden

Am Waller Feldmarksee wächst eine auf den ersten Blick unscheinbare Pflanze: Der Riesenbärenklau. Das auch als Herkulesstaude bekannte Gewächs ist nicht nur in Bremen, sondern in ganz Mitteleuropa verbreitet – allerdings auch nicht ungefährlich für den Menschen.

Verbrennungsartige Entzündungen und Brandblasen drohen

Bernd Quellmalz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Bremen erklärt: „Der Saft der Pflanze kann in Verbindung mit Sonnenlicht verbrennungsartige Entzündungen, Schwellungen und Brandblasen auslösen.“

Diese Gefahr besteht beim Pflücken der Blüten, Stängel oder Blätter ebenso wie bei Bekämpfungsmaßnahmen. „Also sollte man sich nur komplett geschützt mit Handschuhen und Schutzbrille nähern“, empfiehlt der Experte.

Auch Kerstin Doty, Sprecherin des Umweltbetriebs Bremen (UBB) bestätigt: „Pflanzen wie der Riesenbärenklau kommen auch in unseren Grünanlagen vor.“

Aufgrund der schweren Reaktionen, die die Pflanzen hervorrufen können, werden sie vom UBB vor der Blüte abgemäht. Die weißen oder gelbgrünen Blüten sind von Juni bis August zu sehen.

„Um Schädigungen zu vermeiden, entfernt der Umweltbetrieb Bremen den Bärenklau an Stellen, wo ständig Kinder spielen, wie Kindertagesstätten, Schulen und Spielplätzen. Auch in Park- und Grünanlagen, wo unvermeidbar der Kontakt zum Bärenklau entstehen könnte, wird dieser entfernt“, erklärt Doty.

Pflanze breitet sich schnell aus

Die an Ufern, Waldrändern und manchmal auch in Gärten wachsende Pflanze kann bis zu drei Meter hoch werden, wächst schnell und breitet sich auch schnell aus. „Im eigenen Garten ist es besonders gefährlich, wenn man laienhaft versucht, die Pflanze zu entfernen“, findet Quellmalz. Doty ergänzt: „Flächen wie Privatgrundstücke, Bahndämme, Gewässer oder Deiche liegen nicht in unserem Zuständigkeitsbereich.“

Der BUND-Experte Quellmalz findet, dass die schnelle Verbreitung vor allem das Problem sei: „Die Behörden haben oftmals zu wenig Personal, um den Riesenbärenklau überall zu beseitigen“, sagt er.

Sinnvoll sei es trotzdem, die Pflanze zu melden, wenn man sie sieht.

Der Umweltbetrieb Bremen nimmt gerne Hinweise zu Riesenbärenklau in Grünanlagen entgegen. Sprecherin Kerstin Doty betont: „Wer die giftige Staude in den Grünanlagen entdeckt, kann sich unter 36179000 melden und sie wird entfernt.“

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