Bei der Kinder-Fahrraddemo am 24. September geht es darum, dass Kinder auch ein Teil der Mobilität sind und sich frei und selbstständig bewegen sollen können. Foto: Lukas Klose
Mobilität

Lebenswerte Stadt für alle

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Bremen ist momentan Teil der europäischen Mobilitätswoche. Ein Fokus ist die kindergerechte Stadtentwicklung.

Bremen lebenswerter gestalten, mehr Raum für Menschen schaffen und Verkehrsprobleme innovativ lösen: Das hat sich der Verein „Autofreier StadTraum“ mit dem ADFC und VDC Bremen für den September vorgenommen. Während der europäischen Mobilitätswoche, die noch bis zum 22. September läuft, gibt es dazu ein vielfältiges Programm.

„Es geht darum, Einblicke in die aktuellen Debatten rund um das Thema Mobilität zu bieten“, sagt Susanne von Essen vom Verein Autofreier StadTraum. Die Mobilitätswoche findet europaweit statt. In Bremen liegt der Fokus auf der aktiven Mobilität und der Vermeidung von Autoverkehr.

Open Air Kino

Es wird in der Mobilitätswoche mehrere Radtouren geben, wie beispielsweise eine Kinder-Fahrraddemo für kinder- und fahrradfreundliche Wege am 24. September. Das City 46 bietet vom 18. bis 20. September ein Open Air Kino an. Mit ausgewählten Filmen passend zum Thema gibt es auf Spendenbasis Kinoerlebnisse mit Kopfhörern und Liegestühlen auf dem Hillmannplatz.

Im Markt-Pavillon in der Papenstraße gibt es in der Mobilitätswoche täglich zwischen 15 und 21 Uhr verschiedene Formate, wie der Fahrrad-Diskos oder Sprechstunden zu Themen wie Raumnutzung und nachhaltige Mobilität (18. September um 16 Uhr), Bremer Radvolution (19. September um 18 Uhr) oder am 21. September Infos rund um den internationalen Zero Emission Day.

Kinder im Verkehr

Am 22. September werden alle Eltern, Lehrkräfte und Schulkinder nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß, dem Fahrrad oder dem ÖPNV zur Schule oder ihrer Arbeitsstätte zu fahren.

„Kinder sind ein Teil von Mobilität und sollen sich frei und selbstständig bewegen können“, betont Vereinsmitglied und Grünen-Politiker Ralph Saxe. Sie brauchen Platz zum Draußenspielen, verkehrsberuhigte Bereiche und sichere Wege. „Eine Stadt, die sicher für Kinder ist, hat auch sichere Räume für ältere Menschen oder Menschen mit Bewegungseinschränkungen.“

Forderungen für Kinder

Daher spricht sich der Verein gemeinsam mit dem Kinderschutzbund Bremen und weiteren Initiativen beispielsweise dafür aus, die Einrichtung von Spielstraßen grundsätzlich bei allen Um- und Neubauten zu prüfen, die Einrichtung von Familienstraßen zu erproben oder das Konzept temporäre Spielstraßen stärker bekannt zu machen.

„In der Mobilitätswoche geht es darum, allen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Stadt mitzugestalten und auf die Bedürfnisse aller zu achten“, betont Saxe.
Das komplette Programm der Mobilitätswoche gibt es unter stadtneudenken.de

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