Mareike Kalmer und Wilfried Samberg vom Heimatverein machen es vor: Die QR-Codes an den Gebäuden müssen nur gescannt werden – schon geht die Tour los. Foto: Johannsen
Ströhe-Spreddig

Per Handy in die Vergangenheit

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Mit QR-Code: Eine Erkundungstour über die Museumsanlage Ströhe-Spreddig und ins Moor ist jetzt möglich.

Wer die idyllische Museumsanlage Ströhe-Spreddig und das umliegende Moor entdecken will, muss nicht mehr unbedingt an einer offiziell geführten Tour teilnehmen. Der Heimatverein hat die historischen Bauwerke in das 21. Jahrhundert befördert: Seit einigen Wochen gibt es vor Ort einen QR-Pfad, anhand dessen die Erkundungstour ganz einfach mit dem Smartphone gemeistert werden kann. „Wir hatten einen Audio-Guide“, sagt Mareike Kalmer vom Heimatverein. Der musste allerdings bei einem Anwohner ausgeliehen werden. „Das haben nur ganz wenige Menschen gemacht.“ Die jetzige Lösung ist viel praktischer findet Kalmer: „Heute hat jeder ein Handy dabei. Man muss nur den Code scannen und los geht‘s.“

Kostenfreier W-Lan-Zugang

Gefördert wurde das Projekt durch den Landschaftsverband Stade und das Land Niedersachsen. „Ohne das Geld hätten wir das Projekt nicht umsetzen können“, sagt Wilfried Samberg vom Heimatverein. Er und seine Mitstreiter freuen sich, dass ihre Museumsanlage digitalisiert wurde. „Man kann unabhängig vom Wochentag und der Uhrzeit mehr über das Museum erfahren.“
Am Heimathaus liegen Info-Zettel aus, die das Vorgehen detailliert beschreiben. Um die Audio-Beiträge fortlaufend und ohne Störung zu hören, wird sogar ein W-Lan-Zugang angeboten. Eine Voraussetzung des Landschaftsverbands, wie die Vereinsmitglieder erzählen.

Auch auf plattdeutsch

Einmal eingeloggt geht es entlang 13 Stationen – darunter Mähmaschine, Torfkähne, Moorkante und sogar Plumpsklo. Berichtet wird an den unterschiedlichen Stopps auf hochdeutsch oder plattdeutsch. Verantwortlich dafür ist Helmut Haar, der die Texte verfasst hat. Neu ist auch der QR-Pfad durch das benachbarte Moor bei Niedersandhausen. Dort können Natur und Umgebung entdeckt werden. „Bis jetzt hatten wir nur positive Rückmeldungen“, sagt Kalmer. „Am meisten freuen sich die Menschen über die plattdeutsche Option.“ Wer die Museumsanlage auf eigene Faust ebenfalls entdecken will, kann dies jederzeit machen. Einzige Voraussetzung: Das Smartphone sollte man zur Hand haben.

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