Das Gebiet Südlich Rainstraße liegt direkt an einem bestehenden Wohngebiet, hat aber dennoch viel ländlichen Charme. Foto: Roskamp
Stadtplanung

Debatte um Planungsgebiet

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Im Rathaus fielen erneut viele der bekannten Argumente

Es war zu erwarten, dass im Planungsausschuss der Stadt wieder eine Debatte um das Gebiet Südlich Rainstraße entbrennen würde. Nachdem man sich im vergangenen Sommer für ein beschleunigtes Verfahren entschieden hatte, um das Baugebiet nach knapp vier Jahren Wirklichkeit werden zu lassen, machte dem ein nur kurze Zeit später getroffenes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts einen Strich durch die Rechnung. Beschleunigte Verfahren waren demnach nicht mehr zulässig (wir berichteten). Nun diskutierte der Planungsausschuss also erneut über das Gebiet. Letztlich entschied die Mehrheit für eine Fortführung der Planung.

Die Argumente blieben größtenteils dieselben, die man schon im Sommer hören konnte. Die Grünen und die Linken sprechen sich gegen das Gebiet aus. Unter anderem, weil es die Versiegelung eines Biotops bedeutet. Aber auch, weil kleine Baugebiete mit Ein-Parteien-Wohnhäusern den Fraktionen nicht mehr zeitgemäß erscheinen.

Jens Brendler, Stadtplaner im Bauressort des Rathauses, führte zum Gebiet aus, dass sich planerisch nichts geändert habe. Man befinde sich in einer Bringschuld gegenüber dem Investor.

Herbert Behrens (Linke) fragte, ob es überhaupt ein Baugebiet an der richtigen Stelle sei. Es sei eigentlich ein schonender Umgang mit bestehenden Flächen angedacht, dies werde hier nicht gemacht. „Eine Bringschuld haben wir gegenüber den Bürgern“, sagte Behrens.

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