Zum Jahresausblick luden Bürgermeister Torsten Rohde (rechts), Erster Stadtrat Torsten Haß (Mitte) und Baudezernent Manuel Reichel (links) ins Rathaus ein. Foto: Fricke
Osterholz-Scharmbeck

Jahresausblick der Stadt

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Bürgermeister Torsten Rohde: „2024 wird ein spannendes Jahr.“

„2024 wird ein spannendes Jahr“, ist sich Bürgermeister Torsten Rohde sicher. Die Kreisstadt stehe vor großen Herausforderungen. Zusammen mit dem Ersten Stadtrat Torsten Haß und dem Baudezernenten Manuel Reichel blickte der Verwaltungschef auf die kommenden zwölf Monate. Es werde sich einiges verändern, zum Beispiel durch Planungen im Innenstadtbereich.

Im kurzen Rückblick auf 2023 bemerkte Rohde, dass zwar die Corona-Pandemie vorbei sei, jedoch neue Probleme durch den Ukraine-Krieg und der Flüchtlingsproblematik auf die Verwaltung zukamen. Die Stadt sei stolz auf den Umgang und die große Unterstützung seitens der Bevölkerung mit den Flüchtlingen. Es musste keine zentrale Unterbringung in Sporthallen oder Zelten erfolgen, es wurden bisher 150 Wohnungen gemietet. „Toll, dass das noch funktioniert in der Stadt, das stimmt mich positiv “, so der Bürgermeister.

Rohde sprach auch das Thema Finanzen an: Die Grundsteuerreform war bisher gut gelaufen und über 90 Prozent bei den Finanzämtern abgeschlossen. Viele Häuser wurden seit langem nicht bewertet, bemerkte Rohde. Alle Daten werden dem Finanzamt zur Ausstellung der Grundsteuerbescheide übermittelt. Die Grundsteuer müsse weiter Bestand haben, so der Bürgermeister, weil daraus unter anderen Schulen, Kitas und Straßen finanziert würden.

Die Förderprojekte in der Innenstadt seien gut gelaufen, ein lobendes Wort fand der Bürgermeister daher für die Wirtschaftsförderung. Die neuen Lauschplätze wurden inzwischen von Schulklassen genutzt, dieser Bereich solle kontinuierlich ausgebaut werden. Zur weiteren Entwicklung der Innenstadt werden mit dem Planungsausschuss sowie mit Bürgern Workshops stattfinden. Der Scharmbecker Bach soll erlebbar gemacht werden. Lobend sprach Torsten Rohde auch über das Förderprojekt „Lichtkunst im Park“ und die Aktivitäten beim Kulturzentrum Gut Sandbeck.

Besorgt sprach der Verwaltungschef den aktuellen Fachkräftemangel in vielen Bereichen der Stadtverwaltung an. Die Zahlen der Bewerber seien deutlich zurückgegangen.

Dass die Stadt sehr gut aufgestellt sei, bestätigte Haß. Er ist mittlerweile seit 100 Tagen im Amt und zu seinen Aufgabenbereichen zählen das Ordnungsamt, Bildung und Erziehung und Soziales. Es gebe keine Wartezeiten im Bürgerbüro. Nach maximal zwei Wochen sei jeder Antrag und jeder Bescheid bearbeitet. Das beziehe sich auch auf die sozialen Bereiche. Haß habe Kitas und Schulen besucht und sich über die Gründung der zweiten IGS informiert. Der Antrag in Lüneburg beim Landesamt für Schulen und Bildung sei gestellt, es werde täglich auf Antwort gewartet. Auf einen starken Anstieg der Zahlen in Schulen richte sich die Stadt ein. Deshalb sei der Ausbau einiger Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Ganztagsschulen geplant.

Baudezernent Reichel informierte unter anderem über den Feuerwehrbereich, wie die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Heilshorn. Mehrere Lösch- und Rettungsfahrzeuge würden zudem für die Wehren der Stadt angeschafft. Zum IGS-Bau bemerkte der Baudezernent, dass erstmals von der Stadt nachhaltige Baustoffe bei einem städtischen Gebäude geplant seien. Der Förderbescheid hierzu liege seit Dezember 2023 vor.

Reichel wies auch auf den Schädlingsbefall des Holzes in der Mühle von Rönn hin. Die Verwaltung warte auf den Förderbescheid zum Erhalt des Kulturdenkmals.

Das Rathausdach soll großflächig mit Photovoltaik ausgestattet werden und die Stadt werde an mehreren Plätzen mit zusätzlichen Ladestationen für mehr Elektromobilität ausgestattet, kündigte der Baudezernent an.

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