Pro
Marcel Schröder, FDP

Foto: FDP Bremen
Seit der Einführung 2009 hat sich die Luftqualität in Bremen kontinuierlich verbessert. Die EU-Grenzwerte haben wir zuletzt immer eingehalten. Dies liegt aber weniger an der Umweltzone, sondern an mittlerweile deutlich ausstoßärmeren Fahrzeugen. Deshalb muss die Maßnahme wieder abgeschafft werden. Das wäre nicht nur für Fahrzeughalter, sondern auch für die Verwaltung eine Entlastung. Weniger Verkehrsschilder, zudem keine grüne Plakette mehr. Nicht zuletzt ein wichtiges Signal an die Bürger, dass der Staat Beschränkungen wieder aufhebt, wenn sie nicht mehr notwendig sind. Der Senat hat zuletzt selbst erklärt, dass eine Abschaffung der Umweltzone nicht für schlechtere Luft sorgen würde. Umso unverständlicher, dass er jetzt trotzdem daran festhalten will. In Hannover hat der Grüne Oberbürgermeister die Zone bereits abgeschafft, in Bremen muss Rot-Grün-Rot jetzt nachziehen. Ein Festhalten an den Einschränkungen für den Autoverkehr ist nicht zu rechtfertigen.
Contra
Franziska Tell, Bündnis 90 / Die Grünen

Foto: Die Grünen Bremen
Eine Abschaffung der Umweltzone in Bremen wäre ein Rückschritt! Sie schützt unsere Gesundheit und das Klima, indem sie besonders schmutzige Fahrzeuge aus der Innenstadt fernhält.
Es ist ein Irrglaube, dass Schadstoff-Grenzwerte ohne Zone eingehalten würden – gerade an heißen Sommertagen werden sie oft überschritten. Die Umweltzone sorgt für saubere Luft: weniger Feinstaub, weniger Stickoxide. Schlechte Luft kann physisch und seelisch krank machen. Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sind besonders betroffen. Weniger gesundheitliche Belastung durch Verkehr und mehr Lebensqualität sind Ausdruck von Solidarität. Es geht darum, Bremen für alle lebenswert zu gestalten. Von einer sauberen und ruhigen Innenstadt profitieren alle: Anwohnende, Besuchende, Gastronomie und Handel. Für uns Grüne ist klar: Die Umweltzone ist zentral für eine klimafreundliche, lebendige Stadt – sie muss bleiben und weiterentwickelt werden.