Urlaubsplanende können im Jahr 2026 eigentlich nur zweimal richtig Brücken schlagen und ihr Freizeitkonto aufstocken. Brückentage. Foto: Vic Neo from Pixabay Urlaubsplanende können im Jahr 2026 eigentlich nur zweimal richtig Brücken schlagen und ihr Freizeitkonto aufstocken. Foto: Vic Neo from Pixabay
Freizeit

Kein arbeitnehmerfreundliches Jahr

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Brückentage 2026: Mehrere Feiertage wie der Tag der deutschen Einheit fallen auf ein Wochenende

Die sogenannten Brückentage bieten Arbeitnehmenden die Möglichkeit, ihr Freizeitkonto zu vergrößern.

Das Prinzip ist einfach: Fällt ein Feiertag etwa auf einen Donnerstag, beantragt man für Freitag Urlaub und hat so gleich vier Tage am Stück frei.

2025 war ein für Arbeitnehmende freundliches Jahr, konnten diese doch durch geschicktes Einsetzen ihrer Urlaubstage viel Freizeit am Stück rausholen. So viel vorweg: 2026 wird mehr gearbeitet, weil manche gesetzlichen Feiertage auf einen Samstag fallen.

Mehr Freizeit zu Ostern

Die erste Brücke für 2026 kann zu Ostern geschlagen werden: Von Karfreitag (3. April) bis Ostermontag (6. April) haben Arbeitnehmende in der Regel vier Tage frei.

Wird das Urlaubskonto um weitere vier Tage (wahlweise 30. März bis 2. April oder 7. bis 10. April) belastet, können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer inklusive der Wochenenden jeweils zehn Tag am Stück Urlaub machen.

Der 1. Mai fällt 2026 auf einen Freitag, eignet sich nicht für einen Brückenbau, beschert aber zumindest all denen, die Samstag ohnehin frei haben, ein verlängertes Wochenende.

Himmelfahrt und Pfingsten kombinieren

Weitere Brückentage lassen sich an Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 14. Mai) nutzen, zumal der Vatertag verschiedene Kombinationen ermöglicht. Nimmt man etwa von Montag bis Mittwoch davor und den Freitag nach Himmelfahrt frei.

Setzt man vier Urlaubstage ein, hat dann allerdings vom 9. bis zum 17. Mai insgesamt neun Tage Freizeit.

Himmelfahrt lässt sich auch mit Pfingsten (24./25. Mai) kombinieren. Sechs Urlaubstage (15. Mai bis 22. Mai) müssen dann für eine zwölftägige Auszeit beantragt werden. Für vier weitere Urlaubstage nach den Pfingstfeiertagen und inklusive des darauffolgenden Wochenendes hat man insgesamt 18 Tage frei.

Keine Brückentage im Herbst

Nach Pfingsten endet der „Brückenbau 2026“ in Deutschland. In Bremen und Niedersachsen starten am 2. Juli die großen Schulferien. Letzter Ferientag in beiden Bundesländern ist der 12. August.

Der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) und der Reformationstag (31. Oktober) fallen 2026 auf einen Samstag. Für Arbeitnehmende bedeutet dies zwei normale Wochenenden ohne Extra-Freizeit. Brückenbauer gehen also diesmal leer aus. Sie können erst zu Weihnachten unter Umständen wieder tätig werden.

Der 1. und 2. Weihnachtstag fallen auf einen Freitag und Samstag, Neujahr auf Freitag – beide Feiertage bieten Brückenbauern wenige Möglichkeiten, ihr Freizeitkonto zu vergrößern.

Wer vom 19. Dezember bis einschließlich 3. Januar 2027 frei machen möchte, muss für 16 Tage Freizeit insgesamt sieben Tage Urlaub beantragen (für Heiligabend und Silvester jeweils einen halben Tag).

2027 wird freizeittechnisch nicht besser – ebenfalls wenig Brückentage

An dieser Stelle noch ein kurzer Ausblick auf 2027: Auch dieses Jahr wird arbeitsreicher und arbeitgeberfreundlich: Die Feiertage 1. Mai (Samstag), Tag der deutschen Einheit und Reformationstag (beide Sonntag) sowie Weihnachten (Samstag/Sonntag) und Neujahr (Samstag) bieten Brückenbauern keine Möglichkeit, ihr Freizeitkonto zu vergrößern.

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