Seit 2019 belebt das Open Space Domshof die Bremer Innenstadt in den Sommermonaten. Auch 2026 stellt die Hochschule für Künste wieder ein breites Programm in Aussicht. Foto: Archiv Seit 2019 belebt das Open Space Domshof die Bremer Innenstadt in den Sommermonaten. Auch 2026 stellt die Hochschule für Künste wieder ein breites Programm in Aussicht. Foto: Archiv
Open Space Domshof

Eine Bühne für alle

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Veranstaltung bringt auch 2026 Kultur und Experimente zurück in die Innenstadt

Die Innenstadt mit Akteuren aus der Stadtmitte beleben: Mit diesem Leitgedanken ging das „Open Space Domshof“ 2019 an den Start. Ein erhoffter Nebeneffekt war es, Kunstschaffenden aus Bremen und der Umgebung – egal ob Musikern, Performance -Künstlern oder Tänzern – eine Bühne zu geben. Auch 2026 wird das Open Space den Domshof wieder beleben, mit leicht verändertem Programm.

Veranstaltung bleibt – trotz weniger Fördergeld

Gefördert wird das Open Space seit 2019 aus dem Wirtschaftsressort. Referatsleiterin Christel Lübben betont die einzigartige Kooperation, die man seit Jahren mit der Hochschule für Künste (HfK) betreibe. Diese bespielt die Bühne, die jährlich für mehrere Monate auf dem Domshof aufgebaut wird, mit einem breiten Programm. „Das schafft Frequenz, das schafft Aufmerksamkeit und das bringt Zielgruppen in die Innenstadt, die hier sonst nicht sind“, so Lübben.

Die Fördersumme hat sich in diesem Jahr seitens des Wirtschaftsressorts allerdings verringert. Statt der 446.000 Euro im Vorjahr erhält das Projekt nur noch 300.000 Euro. „Die Gründe kann ich ganz offen nennen: Uns fehlen die Mittel aus dem Bremen Fonds“, erklärt Lübben.

Einsparungen habe es dementsprechend bei allen kulturellen Veranstaltungen geben müssen, die aus dem Ressort gefördert werden. Anträgen in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro stehe eine Fördersumme von 1,1 Millionen Euro gegenüber, so Lübben. Nach intensiven Gesprächen zwischen Ressort und HfK sei man zu dem Entschluss gekommen, das Open Space auch trotz der geringeren Fördersumme auf die Beine stellen zu können. Auch, weil in diesem Jahr keine großen Neuanschaffungen wie Videowalls oder Bühnenteile notwendig seien.

Dennoch gibt es im Beirat Mitte Sorgen, wie sich die Zukunft des Open Space gestalten könnte. „Wir wollen nicht, dass das Open Space nach dem Samba-Karneval und den Lichtern der City denselben Weg geht“, betont Waltraut Steimke, Beirätin für Bündnis 90/Die Grünen. Lübben betont, dass allen Vertretern im Wirtschaftsressort die Funktion des Open Space bekannt sei, und bleibt optimistisch, dass es auch über 2026 hinaus Bestand haben werde.

Open Space 2026: Mehr Infotainment als Konzerte

Mit rund 100 Veranstaltungen will die HfK den Open Space vom 10. Juli bis zum 22. August bespielen – das Programm befindet sich noch im Aufbau. „Es war sowieso immer ein Projekt, mit dem wir immer experimentieren – Veränderungen wird es dementsprechend auch dieses Jahr geben“, meint David Bartusch, Vorsitzender des Freundeskreises der Hochschule für Künste.

In diesem Jahr solle ein größerer Fokus auf „Infotainment“ gelegt werden, also auf Veranstaltungen, bei denen nicht nur der Spaß, sondern auch Wissen im Mittelpunkt stehe. Dazu sterbt die HfK auch Kooperationen an. Vom 8. bis 14. August, also während des Open Space, wird in Bremen die International Joint Conference on Artificial Intelligence (IJCAI) stattfinden – eine der renommiertesten Konferenzen im Bereich Künstliche Intelligenz.

Laut Bartusch könne man sich verschiedene Talk- und Mitmachformate im Rahmen der Konferenz vorstellen.
Darüber hinaus plane man an der HfK die gewohnte breite Palette an Veranstaltungen – ob Weintastings, Pub-Quizzes, Musik und vieles mehr. Um den Domshof im Sommer wieder in einen familienfreundlichen, ungezwungenen und niedrigschwelligen Raum zu verwandeln, schließt Bartusch.

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