Gerade einmal zwei Jahre hat es stattgefunden: das „LightUp!-Festival“ im Bremer Rhododendron-Park. Nachdem 2025 noch mehr als 80 Einzelobjekte in 18 Installationen den Park in mystisches Licht getaucht hatten, bestätigt die Vorständin des Rhododendron-Parks, Insa Nanninga, dass es 2026 kein Festival geben wird. Der Grund: gleichbleibende Besucherzahlen und damit ausbleibender finanzieller Gewinn. Nach den Lichtern der City fällt damit die nächste Kulturveranstaltung im laufenden Jahr aus.
20.000 Besucher reichen nicht für das Light Up Festival
Auf rund fünf Hektar Fläche erstrahlten im alten Teil des Rhododendron-Parks 2024 und 2025 entlang der Marcusallee Wege, Pflanzen und Baumriesen – bis hinauf in die Spitzen ihrer mächtigen Kronen – in allen Farben. Jeweils rund 20.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnete der Rhododendron-Park während des Light Up-Festivals. Während man 2024 noch von einem „erfolgreichen“ Festival sprach und die Weiterführung ankündigte, blieb ein solches Bekenntnis 2025 aus.
„Im vergangenen Jahr haben wir die Anzahl der Öffnungstage erhöht, finanziell haben wir das aber kaum gemerkt“, erklärt Nanninga. Statt 16 Tage hatte das Lichterfestival 23 Tage seine Türen geöffnet – die Zahl der Besucherinnen und Besucher hingegen stagnierte. In dieser Hinsicht habe man sich mehr erhofft. Das Light Up-Festival sei zudem aus der Idee heraus entstanden, eine zusätzliche Einnahmequelle für die Stiftung Rhododendron-Park zu schaffen, betont Nanninga.
Festival sollte Einnahmen für Rhododendron-Park generieren
„Ich denke, viele unserer Besucherinnen und Besucher wissen gar nicht, dass wir eine private Stiftung sind“, meint die Vorständin. Nachdem im vergangenen Jahr der finanzielle Gewinn nur gering gewesen sei, habe man beschlossen, das Festival zu pausieren. Die vergangenen beiden Festivals habe die Stiftung mit Hilfe verschiedener Sponsoren durchgeführt. Nanninga betont, dass diese in den vergangenen Jahren eine große Hilfe bei der Finanzierung des Festivals gewesen seien, die Suche nach weiteren Mitteln sich jedoch mitunter schwierig gestalte. Öffentliche Fördergelder habe die Veranstaltung in den vergangenen Jahren nicht erhalten.
Den Grund für die Stagnation der Besucherzahlen sieht Nanninga unter anderem in einem gesättigten Publikum. „Wir sind natürlich auch nicht der Freimarkt, wir können nicht jedes Jahr etwas komplett Neues erfinden“, so Nanninga. Innerhalb der Rhododendron-Stiftung sei man dementsprechend zu dem Entschluss gekommen, dass man in beiden Jahren ein identisches Publikum angesprochen habe: „Und das kommt dann möglicherweise nur einmal, und in Zukunft vielleicht sogar nicht jedes Jahr.“
Light Up Zukunft unklar
Zudem betont Nanninga, die Hauptaufgabe der Stiftung liege in der Erhaltung und Pflege des Rhododendron-Parks: „Wir sind keine Veranstaltungsprofis und das Festival erfordert enorm viel Planung.“ Die Vorständin lässt offen, ob, wann und in welcher Form es in Zukunft wieder ein Light Up-Festival im Rhododendron-Park geben wird.





