Es ist ruhiger geworden an der Pelzerstraße. Seit dem Umzug des Bürgerservice Centers Mitte an die Martinistraße wird der Verbindungsweg in großen Teilen nur noch von Autofahrern genutzt, die ins Parkhaus Mitte wollen. Ende des Jahres soll auch das Geschichte sein, und der Rückbau soll beginnen. Die Zukunft des Areals: Der Bremer Hof
Brestadt geht beim Bremer Hof ins Detail
Unter dem Projektnamen „Bremer Hof“ soll an derselben Stelle ein Gebäude mit einem Nutzungsmix entstehen. Wohnen, Arbeiten und Gewerbe sollen im Bremer Hof ihren Platz finden. Bis Ende des Jahres soll der Bauantrag gestellt sein, erklärt Wilhelm Perty, Stadtplaner bei der Senatorin für Bau.
Noch im Sommer soll die zuständige Deputation über den Bremer Hof beraten. Auch die Ausgestaltung des Gebäudes habe inzwischen Fahrt aufgenommen, so Stefanie Ahrens, Architektin der Brestadt.
Einige Optionen beim Bremer Hof
In einigen Bereichen wolle man sich jedoch noch Spielraum lassen, erklärt Ahrens. „Schließlich bauen wir hier ein Gebäude, das über viele Jahrzehnte den Stadtkern prägen wird, da müssen wir anpassungsfähig sein.“ Konkret sieht der Plan zunächst vor, im siebengeschossigen Neubau in den unteren vier Etagen Büros und Gewerbe anzusiedeln.
In den Etagen fünf bis sieben sollen dann Wohnungen entstehen, größtenteils Mikro-Apartments. Allerdings sei es, so Ahrens, auch möglich, nachträglich weitere Wohnungen in der vierten Etage zu bauen.
Ähnlich sieht es mit dem Gewerbe im Erdgeschoss aus. „Derzeit gehen wir davon aus, viele kleine Betriebe dort anzusiedeln. Allerdings bietet uns die Bauart später die Möglichkeit, die Wände noch einmal zu versetzen“, erklärt Ahrens. Einige Komponenten seien jedoch unumstößlich festgeschrieben.
Innenhof und Wintergarten für alle
So soll der Innenhof des Gebäudes dauerhaft zugänglich sein. Dort soll zudem eine öffentliche, barrierefreie Toilette entstehen. Astrid Verena Dietze, Ortsamtsleiterin der Mitte und Östlichen Vorstadt, begrüßt die Planungen: „Im Centrum gibt es einfach zu wenige Möglichkeiten, kostenlos auf Toilette zu gehen.
Dass nun eine entstehen soll, ist wichtig und notwendig.“ Ebenfalls Mangelware in der City sind Fahrradstellplätze. Ahrens stellt rund 350 in der Tiefgarage in Aussicht. Neu in den Planungen ist zudem das sogenannte „Groon Huus“ – ein Wintergarten in der sechsten Etage, der für Bewohner und Besucher zugänglich sein soll.
Bremer sind gefragt: Wie soll das Horten Areal aussehen?
Wie es in der direkten Umgebung mit Blick auf das ehemalige Horten-Kaufhaus weitergehen soll, ist noch offen. Dort befindet sich die Brestadt gerade am Beginn des Planungsprozesses. Sechs Architekturbüros, davon zwei aus Bremen, wurden ausgewählt, um einen Neubau der Immobilie zu planen, betont Jörn Ackermann von der BPW Stadtplanung.
Der Bremer Hof fließe allerdings in die Planungen der Architekturbüros mit ein. Sorgen, dass die beiden Projekte getrennt gedacht und nicht aufeinander abgestimmt seien, versucht Ackermann zu zerstreuen.
Auch Bremer können sich mit ihren Ideen am Planungsprozess beteiligen. Unter dem Motto „Butter bei die Zukunft“ werden Informationsabende und Befragungen angeboten. Der Auftakt findet am 9. April ab 18.30 Uhr im Haus der Wissenschaft statt. Anmeldungen im Internet unter butterbeidiezukunft.de.





