In traditioneller Handwerkerkluft der Zimmerleute, Dachdecker und Maurer empfingen die frisch gebackenen Handwerksgesellen ihre Zeugnisse und Gesellenbriefe. Foto: Fricke In traditioneller Handwerkerkluft der Zimmerleute, Dachdecker und Maurer empfingen die frisch gebackenen Handwerksgesellen ihre Zeugnisse und Gesellenbriefe. Foto: Fricke
Osterholz-Scharmbeck

Gesellenbriefe und Auszeichnungen

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Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser in der Stadthalle der Kreisstadt

Erst vor wenigen Tagen hatten sie ihre Prüfungen erfolgreich absolviert: 126 frisch gebackene Handwerksgesellen und -gesellinnen, darunter zehn weibliche. 141 Auszubildende waren zur Prüfung in zwölf verschiedenen Handwerksberufen gemeldet, verkündete die Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser. Von ihnen hatten 89 Prozent ihre Ausbildung mit theoretischen und praktischen Prüfungen erfolgreich abgeschlossen. Nun waren die jungen Leute in festlicher Kleidung oder zünftiger Handwerkskluft zur Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft in die Stadthalle gekommen.

 

16 Gesellinnen und Gesellen mit besonderer Auszeichnung

Nach einer musikalischen Einstimmung der Band „5Branches“ der Berufsbildenden Schulen eröffnete Kreishandwerksmeister Joachim Runge die Freisprechungsfeier und begrüßte die erfolgreichen ehemaligen Auszubildenden sowie zahlreiche Ehrengäste. 16 junge Handwerker und Handwerkerinnen hatten ihre Prüfungen mit der Note „gut“ oder „sehr gut“ absolviert und erhielten besondere Auszeichnungen, dazu als Anerkennung ihrer Leistung eine Prämie von der Volksbank im Elbe-Weser-Dreieck.

Mit der Note „sehr gut“ schlossen ab: Der Zimmerer Justin Siemer, der Anlagenmechaniker Lukas Schmidt, sowie der Tischler Nils Böttjer. Kreishandwerksmeister Runge dankte den Ausbildungsbetrieben sowie den Berufsbildenden Schulen und allen, die zur erfolgreichen Ausbildung des Handwerkernachwuchses beigetragen hatten.

 

Ohne Handwerk kein Alltag

„Handwerk ist alles“, betonte Festredner Jan Mackenberg, Vorstandssprecher der Volksbank Osterholz-Bremervörde. Ohne Handwerk gebe es keine Energiewende, keinen Wohnraum und viele weitere Dinge des Alltagslebens, zählte Mackenberg auf. Handwerk erfordere Kompetenz und Vertrauen. Er beglückwünschte die jungen frisch gebackenen Handwerksgesellen zur erfolgreichen Prüfung und wünschte ihnen einen guten Start ins Berufsleben.

Für die ehemaligen Auszubildenden sprach die junge Kfz-Mechatroniker-Gesellin Garcia Schwedt. Sie hatte erst ein Jahr lang eine Ausbildung als Pharmazeutisch-Technische-Assistentin begonnen und dabei festgestellt, dass sie lieber etwas Handwerkliches erlernen wollte. Nach dem Wechsel ging es ihr erheblich besser und sie bestätigte: „Es macht mir unheimlich viel Spaß, Autos zu reparieren“, so die Gesellin.

Zur feierlichen Freisprechung durch Kreishandwerksmeister Runge mit den Worten: „Ich erkläre hier öffentlich, dass ihr ab jetzt rechtschaffende Handwerker- und Handwerkerinnen-Gesellen eures Berufes seid“, erhoben sich die jungen Absolventen von ihren Plätzen. Danach kündigte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser, Jan-Peter Halves, die Übergabe der Gesellenbriefe und Zeugnisse durch die Obermeister der Innungen an.

Nacheinander wurden dazu alle Junggesellen und -gesellinnen auf die Bühne gerufen. Einzelne Absolventen erhielten dabei jubelnden Applaus und laute Zurufe zur erfolgreichen Ausbildung.

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