Polizeisprecher Nils Matthiesen zeigt seinen echten Ausweis.Foto: Schlie Richtig einprägen: Polizeisprecher Nils Matthiesen zeigt, wie ein echter Polizeiausweis aussieht. Oben links befindet sich ein Foto des Trägers. Foto: Schlie
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Falsche Polizisten begrapschen junge Mädchen

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Drei Männer belästigten in der Nacht auf Samstag zwei junge Mädchen in der Innenstadt. Sei gaben vor, Polizisten zu sein und nach Drogen zu kontrollieren. Die Täter konnten fliehen, die Polizei sucht nach Zeugen.

Wie die Polizei berichtet, hätten sich die beiden 16-jährigen Mädchen, auf dem Rückweg von einer Diskothek befunden, als sie gegen 2 Uhr nachts die Wallanlagen passierten. In der Straße Contrescarpe seien sie von drei Personen angesprochen wurden. 

Diese gaben an, Polizisten in zivil zu sein, einer zeigte einen Dienstausweis vor – ein blau-weißes laminiertes Blatt ohne Foto. Die falschen Polizisten erklärten den Mädchen, dass es Probleme mit Drogen gebe und sie die beiden deshalb durchsuchen müssten.

Ähnliche Tat auch in Lesum

Um nicht extra zur Wache fahren zu müssen, könne die Durchsuchung direkt in den Wallanlagen stattfinden, so die Männer. „Bei der angeblichen Durchsuchung berührten die Polizisten die Mädchen unter anderem im Genitalbereich und an den Brüsten“, wie Polizeisprecher Stephan Alken sagt. 

Da es ihnen komisch vorkam, suchten sie die Polizeiwache in der Innenstadt auf. Dies taten auch zwei andere Mädchen in der selben Nacht, allerdings bei der Polizeiwache Lesum: die 17- und die 18-Jährige berichteten von einer ähnlichen Tat im Bereich Hillmannsplatz. 

Täterbeschreibungen sollen Erfolg bringen

Die eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen brachten keinen Erfolg, weshalb sich die Polizei nun an die Bevölkerung wendet. Die drei Täter werden wie folgt beschrieben: Der erste war etwa 40 Jahre alt, 180 Zentimeter groß mit braunen Haaren, trug blaues Jeanshemd mit schwarzem T-Shirt sowie ein Telefon mit Kabel.

Der zweite Täter soll 20 bis 30 Jahre alt gewesen sein, und lockige kurze Haare getragen haben. Er wird als schlank und als 180 Zentimeter groß beschrieben. Als Kleidung trug er einen grauen Pullover mit Aufschrift. Der dritte Mann war etwa 30 Jahre alt, 180 Zentimeter groß, trug kurze blonde Haare und hatte Segelohren. Er trug ein helles T-Shirt. 

Polizei fragt nach weiteren Opfern

Die Polizei fragt: „Wer hat Beobachtungen gemacht? Wer kann Angaben zu den gesuchten Personen machen? Gibt es weitere Opfer, die in der Nacht zu Samstag ähnliche Erfahrungen gemacht haben?“ Zeugen sollen sich bitte telefonisch beim Kriminaldauerdienst der Polizei Bremen unter 362 38 88 melden. 

Auch weist die Polizei Bremen darauf hin, dass derartige Durchsuchungen von männlichen Polizisten bei Frauen nicht stattfinden würden. Die Dienstausweise der Polizei Bremen zeigen oben links immer ein Foto der Bediensteten auf (siehe Bild).

 

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