Deutschlandweit erste Streetwork-App kommt aus Bremen

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Die neue App soll praktische Hilfe für Jugendliche bieten. Foto: hh

Die Jugendlichen dort ­abholen, wo sie sind – nach diesem Motto haben sich die Bremer Streetworker von Vaja eine App für ­Android- und Apple-Smartphones zusammenschrauben lassen. Damit sind sie Vorreiter in der Republik.
Auch wenn wir mittlerweile im 21. Jahrhundert leben, gibt es noch etliche Jugendliche, deren Eltern sich um den berühmt-berüchtigten „Lehrgang“ zu Blumen und Bienen herumgedrückt haben. So verwundert es auch nicht, dass sich Jugendsozialarbeiter von Zeit zu Zeit mit Fragen der Aufklärung konfrontiert sehen.

Dennis Rosenbaum, Streetworker und Sprecher des Bremer Vereins zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit (Vaja), erzählt schmunzelnd: „Kürzlich berichtete mir ein Kollege, dass ein 15-Jähriger von ihm wissen wollte, ob er mit seiner 13-jährigen Freundin Sex haben dürfe. Der Kollege war dann in der glücklichen Lage, seinem jungen Klienten eine kompetente Antwort geben zu können – ohne langwierige Internetrecherche.“ Gefreut hat die Antwort den jungen Romeo allerdings nicht. Da die so genannte „Schutzaltersgrenze“ bei 14 Jahren liegt, hätte er sich beim Sex mit seiner Freundin strafbar gemacht.
Grundlage dieser Information war die neue Vaja-App.

Infos zu Tattoos, Pille und Drogen

In der für Android- und Apple-Smartphones programmierten Software erhalten Nutzer eine Vielzahl unterschiedlichster Informationen rund um Jugendthemen. Tattoos, die Pille und Drogen werden dort ebenso behandelt, wie beispielsweise Geldstrafen. Neben den Infos sind weiter führende Internetangebote, Beratungsstellen  und sonstige Ansprechpartner, unter anderem die kostenlose Rechtsberatung, verlinkt.

Doch die Streetwork-App kann noch mehr. Angezeigt werden obendrein aktuelle Nachrichten rund um Vaja sowie die „Netten Toiletten“ in der Umgebung des Nutzers. Dabei handelt es sich um Toiletten, die kostenlos benutzt werden können.

Besonders zufrieden ist Rosenbaum mit dem Vaja-Quiz: „Das funktioniert eigentlich so wie das bekannte Spiel ‚Quizduell‘. Die Jugendlichen müssen dabei diverse bremenspezifische Fragen, aber auch solche zu Religion und Kultur beantworten.“ Auf diesem Wege können sich die Jugendlichen miteinander messen und sich gleichzeitig niederschwellig mit sozialen Phänomenen wie Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auseinandersetzen.

Bislang deutschlandweit kein vergleichbares Angebot

Programmiert wurde die kos­tenlose App von der Bremer Agentur „Lifestream Creations“. „Es gibt bislang in diesem Bereich deutschlandweit kein vergleichbares Angebot“, erklärt Rosenbaum und ergänzt: „Neben Jugendlichen können davon natürlich auch Eltern und Sozialarbeiter profitieren.“

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