Kommentar – Bildungsausfall

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Über 100.000 Unterrichtsstunden sind 2014 an Bremer Schulen ausgefallen. Was für eine unglaubliche Zahl, welche die Bildungssenatorin unter anderem auf Druck der CDU beichten musste. Das ist schlimm für Kinder und Jugendliche, stressig für viele Eltern, aber auch sehr belastend für Lehrer. Seitdem die reguläre Vertretungsreserve für die einzelnen Schulen eingespart wurde, kommt es häufig zu fachfremden Vertretungen.

Viele Pädagogen sind überfordert

Annette Kemp

In Grundschulen werden pädagogische Mitarbeiter eingesetzt, um Kinder in den Lehrer-Fehlzeiten zu betreuen. Zudem werden Klassen zusammengelegt, um eine Aufsicht zu gewährleisten. Überstunden sind Normalität.

Zusätzlich zu den inzwischen regelmäßigen Betreungsstunden kommen beispielsweise die schwierige Umsetzung der Inklusion und der Unterricht für Kinder mit hohem Förderbedarf, für die es aber keine zusätzlichen Förderstunden der Bildungsbehörde gibt. Vom administrativen Teil der Lehrer-Arbeit mal ganz abgesehen. Viele Pädagogen sind überfordert, der Krankenstand steigt.  Das können wir uns nicht leisten.

Das Bildungsressort braucht mehr Geld, um einen regulären Unterricht gewährleisten zu können. Unter anderem sind mehr Lehrer und eine reguläre Vertretungsreserve notwendig. Das müssen wir uns leisten.

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