Blanke verlässt überraschend Huchtinger SPD-Beiratsfraktion

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Dieter Blanke trat am Montagabend überraschend aus der
Huchtinger SPD-Beiratsfraktion aus.
Foto: Füller

Überraschend für alle Anwesenden verkündete der ehemalige Huchtinger Beiratssprecher, Dieter Blanke, seinen Austritt aus der SPD-Fraktion. Die Differenzen innerhalb der Fraktion seien einfach zu groß. Sein Mandat behält er.

 „Ich möchte meinen Austritt aus der Fraktion der SPD bekannt geben.“ Mit diesen Worten sorgte Dieter Blanke am Montagabend im Rahmen der konstituierenden Beiratssitzung für überraschte Gesichter – auch bei seinen nun ehemaligen Fraktionskollegen.

„Wir wussten auch von nichts“, sagt Falko Bries, Noch-Fraktionssprecher der SPD in Huchting und Grolland. Es habe Differenzen gegeben, von Blankes Entscheidung jedoch sei die Fraktion überrascht worden, so Bries nach der Sitzung.

Unüberbrückbare Differenzen

Insbesondere die Kandidatur Bries‘ zum Beiratssprecher sowie unterschiedliche Standpunkte zum Thema Straßenbahnverlängerung könnten ausschlaggebend  gewesen sein. Den Posten des Beiratssprechers hatte während der vergangenen Legislaturperiode Blanke inne gehabt. Auch für den neu gewählten Beirat wollte er diesen Posten übernehmen, vorgeschlagen wurde jedoch Bries.

„Ich wurde von den Mitgliedern der SPD zum Kandidaten für den Beiratssprecher-Posten gewählt. Dieter Blanke stand ebenfalls zur Wahl, hat an der Mitgliederversammlung jedoch nicht teilgenommen“, so Bries.
Blanke selbst hatte am Montagabend nicht für seinen ehemaligen Fraktionskollegen gestimmt. „Es ist legitim, dass jemand anderes Beiratssprecher werden möchte, man kann mir meine persönliche Meinung in diesem Fall aber nicht vorwerfen, wenn man mich zuvor von meinem Posten stürzt. Als Beiratssprecher setzt man kein Vertrauen mehr in mich“, so Blanke.

Blanke behält Beiratsmandat

Es habe auch in den Jahren zuvor schon Differenzen gegeben: „Ich habe eine andere Auffassung vor allem zum Thema Straßenbahn und es war für mich schon lange nur noch ein Spießrutenlauf innerhalb der Fraktion“, so Blanke auf Nachfrage des Weser Report. Außerdem sei er bewusst von seinen Parteikollegen zu einigen Versammlungen nicht eingeladen worden. „Es ist meine Entscheidung, meine Konsequenz aus den bestehenden Differenzen“, so Blanke weiter.

Sein Beiratsmandat behält der 64-Jährige. „Ich habe bei der Wahl sehr viele Personenstimmen erhalten, man hat mir damit das Vertrauen ausgesprochen. Diese Wähler möchte ich nicht enttäuschen“, so Blanke.
Eine Rückkehr in die Fraktion schließt er zunächst aus. Man sei erst nach seiner Verkündung auf ihn zu gekommen, um das Gespräch zu suchen. „Das ist zu spät. Kurzfristig sehe ich keinen Weg zurück, ich muss auch selbst noch in den Spiegel schauen können und die Wunden sind einfach zu tief.“

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