Mittelaltermarkt kommt in den Dorfpark Falkenburg

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Peter Mienert hat schon sein erstes Opfer für die Schandgeige gefunden
Peter Mienert hat schon sein
erstes Opfer für die Schandgeige
gefunden.       Foto:Konczak

Ringen auf dem Kampfbalken, eine keltische Suppenküche und Musik von der Sackpfeife – wenn Peter Mienert am 8. und 9. August zum „Mittelalterlichen Gedrängel“ in den Dorfpark Falkenburg lädt, fehlt es an nichts. Auch nicht an Bestrafungsmaßnahmen für kleine Vergehen.

So zum Beispiel in Form der Schandgeige, einer Art hölzerner Fessel. „Meistens trifft es eh mich“, lacht Peter Mienert in seiner mittelalterlicheren Bekleidung. Er organisiert die Märkte bereits seit Mitte der 1990er Jahre. Seit März plant er den Mittelaltermarkt, der ursprünglich in Dötlingen stattfinden sollte. Da der Termin ausfallen musste, hat sich Mienert auf die Suche nach einem neuen Ort gemacht. „Das hier ist ein superschöner Platz. Wenn man auf das Gelände geht, kommt man schon in eine ganz andere Stimmung“, so Mienert über den Dorfpark.

Etwa 28 Lagergruppen kommen am 8. und 9. August nach Falkenburg und präsentieren Handgemachtes. „Jedes Lager hat etwas, das sie besonders gern machen“, so Mienert. Und genau das zeigen sie auf dem Markt. So können unter anderem die Arbeiten eines Schmieds und einer Zinngießerei beobachtet sowie Produkte aus Filz und Leder eigens hergestellt werden.

Kampfbalken, Axtnageln und ein Kinderkarussel aus Weinfässern

Die kleinen Mittelalterfans können sich im Umgang mit der Armbrust an der Schießbude versuchen oder die Zeit im Kinderkarussell verbringen: Die Kinder setzen sich in kleine Tonnen, ursprünglich einmal Weinfässer, die dann mit einer Kurbel per Hand in Gang gesetzt werden. Besonders beliebt sind laut Mienert auch das Axtnageln sowie der obligatorische Kampfbalken. Damit die Besucher richtig in das Zeitalter eintauchen wünscht sich Mienert, dass sie Zeit mitbringen und die Angebote vor Ort nutzen. Die „mittelalterliche Zeit“ kann auch bei Gänsen, Ziegen und einem Falkner aus Zeven verbracht werden. Zudem bringt eine Erzählerin Geschichten aus alle Welt mit.

Damit das Altertümliche rund herum stimmt, sorgt das Ganderkeseer Musikduo „Die Hyttis“, bestehend aus Wildfroylein Carola und Barde Darri, für die richtigen Klänge. Sie spielen während der beiden Tage immer wieder Lieder auf Trommel und Sackpfeife, einer Art Dudelsack.
Auch das Kulinarische ist mittelalterlich abgestimmt: Vor Ort gibt es eine keltische Suppenküche, eine Schweinebräterei, süße Crêpes sowie eine Fischräucherei und eine Waldschänke.

Keine Probleme mit dem parallel laufenden Falkenburger Schützenfest

Ebenfalls an diesem Wochenende feiern die Schützen in Falkenburg ihr alljährliches Schützenfest. „Die sehen unseren Markt als Ergänzung. Da gibt es keine Probleme“, so Mienert. Schließlich habe er bewusst den 8. und 9. August als Termin festgelegt, weil das Wetter dann so gut sei, lacht der Freiredner und Theologe.

Das „Mittelalterliche Gedrängel“  findet amSamstag, 8. August von 13 bis 19 Uhr und am Sonntag, 9. August, von 11 bis 17 Uhr im Dorfpark Falkenburg, Hauptstraße 30 in Ganderkesee, statt. Der Eintritt ist frei.



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