Senat lehnt ab: Keine neuen Beutel für Hundekot

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Behälter für Hundekot. Foto: Barth

Der Senat lehnt mehr Tüten und Behälter für die Abfälle der 16.000 Bremer Hunde ab. Per Petition wollten Hundebesitzer erreichen, dass mehr Tüten ausgegeben werden. Doch die Kosten dafür sollen exorbitant hoch sein.

Mit einem pikanten Thema musste sich der Senat am Dienstag befassen: Hundekot stand auf der Tagesordnung, genauer gesagt, eine Vorlage aus dem Petitionsausschuss der Bürgerschaft mit dem Titel „Bereitstellung von Hundekotbehältern und -tüten“.

„Mehr Sauberkeit im öffentlichen Grün“

Darin wird angeregt, „in ausreichender Zahl Tütenspender und Mülleimer für die Hundekotentsorgung“ in Bremen aufzustellen. Es sei nicht einzusehen, dass dies nicht geschehe, weil es zu Missbrauch kommen könnte. Schließlich hielten auch andere Städte „Vorrichtungen zur Ausgabe von Plastiktüten“ vor. Der Petitionsausschuss, der sich „mehr Sauberkeit im öffentlichen Grün“ verspricht, regte an,  dem nachzugehen.

Die Antwort muss für alle Freunde der Hundekot-Tüten ernüchternd sein: „Dem Vorschlag kann nicht gefolgt werden, da damit eine Leistung finanziert würde, die für die Stadtgemeinde Bremen nicht verpflichtend ist“, lautet die Entgegnung des Senats. Keine Großstadt stelle flächendeckend Tütenspender für Hundekot zur Verfügung. Diese existierten allenfalls „in  eng umgrenzten Teilbereichen von Kurorten oder im kleinstädtischen Umfeld“.

Kosten bis zu 320.000 Euro im Jahr

Das Umweltressort hat nachgerechnet: Bei 16.000 gemeldeteten und weiteren unangemeldeten Hunden in Bremen würden die Beutel 240.000 bis 320.000 Euro im Jahr verschlingen (wobei von 15 bis 20 Euro pro Hund ausgegangen wird). Das könne man sich vor dem Hintergrund der Haushaltsnotlage nicht leisten.

Tröstlich ist allein, dass Beutelspender in privater Patenschaft aufgestellt werden können. Dies funktioniere beispielsweise im „Tamra-Hemelingen-Park“. Hier hat das Stadtteilmarketing gemeinsam mit Firmen zwei Behälter mit Spender aufgestellt – die regelmäßig geleert werden.

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