Bürgerpark-Jubiläum: Erneuerung nach 150 Jahren

Von
Tim Großmann an der Gedenktafel

Nachdem der Bremer Bürgerparkverein im vergangenen Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiern konnte, ist nun der Park selbst an der Reihe: Die Bäume werden wieder aufgeforstet und der Marcusbrunnen saniert. Am 28. Juni 1866 erfolgte der erste Spatenstich zum Aushub des Emmasees und die Gründung des Bürgerparks.

Innerhalb von fünf Jahren sollte die Bürgerweide bewaldet werden, hatten sich die 60 Gründungsmitglieder des Vereins auf die Fahnen geschrieben und schritten im Sommer vor 150 Jahren zur Tat. 
Nach den Plänen Wilhelm Benques wurde mit der Anlage der Gewässer und Wege begonnen und die ersten Bäume in Deutschlands größter, privat finanzierter Parkanlage gepflanzt.

45.000 Taler für den Park

Insgesamt 45.000 Taler Gold wurden für die Anlage des Parks benötigt und der Senat knüpfte seine Zustimmung zur Bewaldung schon damals an die Bedingung, dass auch der Unterhalt des Parks privat finanziert werden müsste. So ist es bis heute geblieben. 
Die jährlich benötigten 2,5 Millionen Euro für Unterhalt und Erneuerung werden – ohne Steuermittel – allein durch private Zuwendungen, Mitgliedsbeiträge, Erbschaften und die Bürgerpark-Tombola finanziert. 

Ein echter Anziehungspunkt

Dabei werden die Aufgaben nicht kleiner, wie Parkdirektor Tim Großmann erläutert: „Der Park hat sich prächtig entwickelt, präsentiert sich gut aufgestellt und ist auch nach 150 Jahren ein großer Anziehungspunkt. 
Was uns Schwierigkeiten bereitet, ist allerdings der Generationswechsel bei den Bäumen. Das macht uns eine ganze Menge Arbeit und wird das Gesicht des Parks verändern.“ 

Der nasse Boden macht es Bäumen schwer

Der Bremer Bürgerpark ist ein beliebtes
Ausflugsziel für Jung und Alt. Fotos: Schlie
Das sei aber ein ganz normaler Vorgang, da viele Bäume – gerade angesichts des nassen Bodens im Park – nach 150 Jahren abgängig seien, erklärt Großmann. Gegenwärtig müssten jährlich 50 bis 100 Bäume entnommen werden. 
Allerdings zeige sich auch bei der Wiederaufforstung der große hanseatische Bürgersinn. Alleine im gerade abgelaufenen Jahr hätten die Bürger 80 Bäume gespendet. 
Trotz aller Unterstützung durch die Bremer sind die Mittel für den Unterhalt allerdings jedes Jahr wieder knapp. Dennoch habe man sich für 2016 mit der Sanierung des Marcusbrunnens noch ein richtiges Jubiläumsprojekt vorgenommen. 
Nach ersten Schätzungen würden für die dringend notwendige Sanierung 100.000 bis 200.000 Euro benötigt, schätzt Großmann. Dabei hofft er auch auf die Unterstützung durch die Bevölkerung.

Rathausempfang und Freiluftkonzert

Natürlich wird dieses Jahr aber auch noch das Jubiläum gefeiert: Neben einem Rathausempfang und den üblichen Veranstaltungen im Park soll es noch eine Vielzahl kleinerer Aktionen und ein Freiluftkonzert im Park geben, kündigt Großmann an.
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