In einem Schlachthof: Verbraucherschützern mahnen, es gebe zu viel Billigfleisch. Foto: pixabay In einem Schlachthof: Verbraucherschützern mahnen, es gebe zu viel Billigfleisch. Foto: pixabay
Schlachtzahlen

Verbraucherschützer wettern gegen Billigfleisch

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Die Chefin der Bremer Verbraucherzentrale zieht gegen billiges Fleisch zu Felde: Nachdem die neuen "Schlachtzahlen" bekannt gegeben wurden, ruft sie jetzt Verbraucher auf, weniger, aber dafür besseres Fleisch zu essen.

Einen „zweifelhaften Rekord“ nennt die Bremer Verbraucherzentrale diese Zahlen: Über 29 Millionen Schweine, 1,7 Millionen Rinder und ganze 349 Millionen Hühner wurden im ersten Halbjahr 2016 in Deutschland geschlachtet.

Das seien so viele wie nie zuvor, stellt Annabel Oelmann, Vorstand der Bremer Verbraucherzentrale fest, und verweist auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. 2016 könne ein „Rekordjahr für die Fleischproduktion“ werden, berichtet etwa tagesschau.de.

Warnung vor dem „Billigfleisch“

Oelmann meint dazu: „Nur einem kleinen Teil dieser vielen Millionen Tiere dürfte ein einigermaßen artgerechtes Leben vergönnt gewesen sein, denn in den meisten Fällen wird Fleisch viel zu billig produziert, verkauft und gekauft.“

Dies laufe schon lange schief, ist die Verbraucherschützerin überzeugt. Und sie meint: „Auch wir Verbraucher und Verbraucherinnen könnten dieses System stoppen, indem wir damit aufhören, tagtäglich Billigfleisch zu konsumieren.“ Die Bürger sollten weniger und dafür besseres Fleisch essen, zum Beispiel aus Biohaltung, dies habe Vorteile für „unsere Gesundheit, die Umwelt und für die Tiere.“

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