In Findorff gibt es eine bunte Mischung an Angeboten. Foto: Barth In Findorff gibt es eine bunte Mischung an Angeboten. Foto: Barth
Stadtteilspaziergang

Genussvolle Vielfalt in der Hemmstraße erleben

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Fußwege mit wenigen Stolperfallen und auch mit dem Fahrrad kommt man gut voran – in Findorff kann das Auto beim Einkaufsbummel getrost stehen bleiben, man kann wunderbar flanieren.

So viel zur Gegenwart. Doch fangen wir im Jahr 1901 an, als Findorff noch gar nicht offiziell zu Bremen gehörte. Schon damals gab es an der Hemmstraße 99 bereits eine Gaststätte, das heutige Werner‘s Bierhaus.

Dieses ist somit wohl eine der ältesten Anlaufstellen im Stadtteil, in der es aktuell aber Neues gibt: Matthias Lücke hat die Traditions-Kneipe im Juni übernommen. Der 41-Jährige aus Schwachhausen wurde vom Stammgast zum Wirt.

Mottoparties im Werner’s Bierhaus

Bewährtes wie die Elefantenohren (Anm. der Redaktion, es handelt sich um Riesenschnitzel) wird es weiter geben, ansonsten will er das altbewährte Konzept mit Neuem wie Mottoparties aufmischen.

Gastronomiebetriebe gibt es überhaupt viele und jeglicher Art in Findorff – gekocht wird sowohl asiatisch als auch vegan oder zünftig. Die einen verstehen sich auf heiße Snacks andere auf kalte Spezialitäten.

Eisdiele vom Feinschmecker ausgezeichnet

Die Eisdiele Cercena, bei schönem Wetter der Treffpunkt vor Ort, wurde übrigens jüngst von den Kritikern des „Feinschmecker“-Magazins ausgezeichnet. Als einzige ihrer Art in Bremen. Coole Sache.

Getreu der Devise „die Mischung macht‘s“ ist ein Bummel entlang der Hauptverkehrsader ansonsten sehr abwechslungsreich. Da gibt es Dienstleister, wie Apotheken, Ärzte, Optiker, Krankenpfleger und Hörgeräte-Spezialisten, die sich um das Wesentliche wie Gesundheit der rund 25.000 Bewohner kümmern.

Feinkost von Käse bis zu Wein

Dann natürlich jene, die die Bürger mit Lebensmitteln versorgen – das Angebot reicht von Discountern bis zu Feinkostgeschäften. Ein Händler versteht sich auf Käse, die Inhaberin eines anderen Ladens auf Rebsäfte, wie beispielsweise Gabriele Greger vom Findorffer Weinladen, die auch die zweite Vorsitzende der ansässigen Geschäftsleute ist.

Sie mag an Findorff dabei vor allem die vielen inhabergeführten Läden und die vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten. „Die Menschen führen ihre Betriebe mit Herzblut und präsentieren eine genussvolle Vielfalt, wobei sich das nicht nur auf Lebensmittel beschränkt.“

Händler des Vertrauens

In Findorff gibt es zudem sogar noch Betriebe, die andernorts aufgrund übermächtiger großer Konkurrenz klein beigegeben haben. Frank Brunhorn beispielsweise gilt nach wie vor als der Experte für TV und Technik. Spielwaren sowie Bücher erwerben viele Findorffer ebenfalls nicht im Kaufhaus oder gar online, sondern beim Händler des Vertrauens um die Ecke.
Andere Findorffer verstehen sich  darauf, das Leben schöner zu machen – dazu zählen die Friseure, Raumaustatter, ein Sonnenstudio, Blumenhändler und sogar ein Juwelier.

Gute Möglichkeiten zur Naherholung

Schön sind auch die Möglichkeiten der Naherholung – Bürgerpark und Torfhafen sind fußläufig erreichbar und es gibt sogar einen Wanderweg zu 25 historisch bedeutenden Stationen im Stadtteil.

Er beginnt an der großen Kreuzung (Hemmstraße/Ecke Fürther Straße), in der Grünanlage, wo auch jene Lokomotive Nummer 1 steht, die an die Jan-Reiners-Zugverbindung erinnert. Jenen Moorexpress, der 15 Haltepunkte zwischen Bürgerweide und Tarmstedt verband.

Und wer trotz all dieser Attraktionen vom Fernweh geplagt wird, kann in gleichnamigem Reisebüro von Anette Schimmeyer einfach einen Urlaub vom Alltag buchen.

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