Für ihr Engagement im Rahmen des Seminars „Living Library“ haben die Maxe-Lehrerinnen Dr. Erika Labinsky und Julia Pietyra den Deutschen Lehrerpreis erhalten. Das Preisgeld geben sie an die LiLi-Akteure weiter. Foto: nba Für ihr Engagement im Rahmen des Seminars „Living Library“ haben die Maxe-Lehrerinnen Dr. Erika Labinsky und Julia Pietyra den Deutschen Lehrerpreis erhalten. Das Preisgeld geben sie an die LiLi-Akteure weiter. Foto: nba
Gymnasium

Pädagogen bekommen Deutschen Lehrerpreis für LiLi

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Zwei Pädagoginnen des Max-Planck-Gymnasiums haben bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Lehrerpreises eine Sonderauszeichnung für die Schülerfirma „Living Library“ erhalten. Die Übergabe war am Montag in Berlin.

Dadurch, dass nur Lehrer die Preise entgegennehmen durften, sei nicht das zum Ausdruck gekommen, worum es eigentlich gehe, nämlich um die Schülerfirma, betont Seminarleiterin Julia Pietyra. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro werde daher komplett auf das Konto der Schülerfirma überwiesen, versichert sie.

Die Delmenhorster Pädagogin war am Montag zusammen mit ihrer Kollegin Dr. Erika Labinsky nach Berlin gereist, um den Preis für ihren innovativen Unterricht entgegenzunehmen. Insgesamt wurden dort 16 Lehrer sowie sechs Teams aus ganz Deutschland für ihre pädagogischen Leistungen ausgezeichnet.

Image der Schulbibliothek verbessert

Die Schülerfirma „Living Library“ (LiLi) gibt es seit Sommer 2015 am Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst. Gegründet wurde sie seinerzeit von rund 20 Schülerinnen und Schülern im Rahmen ihres Seminarfaches. Ihr Ziel ist es bis heute, die Schulbibliothek „lebendig“ zu halten und das Lesen aktiv zu fördern. Mit kleineren Projekten haben die LiLi-Akteure dazu beigetragen, das Image der Schulbibliothek zu verbessern. Und genau das habe auch die Jury überzeugt.

„Lehren und lernen gehört zusammen“, betont Schulleiterin Cordula Fitsch-Saucke. Es sei großes Glück, dass sich sowohl die beiden Lehrerinnen als auch die Schüler so sehr für die ,Living Library‘ engagieren. „Der Deutsche Lehrerpreis ist schon etwas Exklusives, auf das Sie stolz sein können“, sagte sie an die Verantwortlichen gewandt.

LiLi ist aus der Schulgemeinschaft heraus entstanden

Die Schulleiterin erinnerte daran, wie sie 2011 erstmals mit dem Anliegen, die Bibliothek attraktiver zu machen, an den Schulvorstand herangetreten und auf Skepsis gestoßen sei. „Aber wenn man nicht anfängt, dann kommt man nicht weiter“, erklärt sie. Aus eigenen Mitteln, Ideen, viel Engagement und aus der Schulgemeinschaft heraus sei schließlich die LiLi entstanden, die nun von den Schülern des folgenden Jahrgangs weitergeführt werde.

Das Max-Planck-Gymnasium hat sich für einen weiteren Wettbewerb beworben: Für die Auszeichnung zur „Schule des Jahres“. LiLi ist im Finale des Online-Votings und benötigt noch Klicks unter www.schuledesjahres.de. Der erste Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

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