Die Alexander von Humboldt kann ab sofort an der Schlachte bewundert werden. Der Ex-Kapitän Manfred Hövede freut sich darüber sehr. Foto: Schlie Die Alexander von Humboldt kann ab sofort an der Schlachte bewundert werden. Der Ex-Kapitän Manfred Hövede freut sich darüber sehr. Foto: Schlie
Lebenswerk Schiff

Ex-Kapitän freut sich über „Alex“ an der Schlachte

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Der ehemalige Kapitän der Alexander von Humboldt, Manfred Hövener, ist froh, dass die Alex jetzt an der Schlachte liegt. Für den 81-Jährigen ist der Großsegler mehr als nur ein Schiff. Ein Gespräch über Segelabenteuer.

„Die „Alexander von Humboldt“ ist ein wundervolles Schiff.“ Das sieht jedenfalls Manfred Hövener so. Der 81-jährige Bremerhavener ist so etwas wie der Vater des Großseglers. 1988 hat er dafür gesorgt, dass aus dem Feuer- ein Segelschiff wurde. „50.000 Seemeilen bin ich mit der Alex gesegelt, ein ordentliches Stückchen“, erzählt er.

Das Besondere: „Die Alex ist ein Segler-Familienstück. Schon beim Umbau haben 30 junge Leute aus ganz Deutschland geholfen“, erzählt Hövener. „Obwohl das eine Drecksarbeit war.“ Für die „Sail Training Association Germany“ (STAG) hat der pensionierte Professor die Alex umbauen lassen. „Wir wollten ein Trainingsschiff für die Jugend schaffen“, sagt Hövener.

Bauweise der „Alex“ fasziniert Kapitän besonders

24 Jahre lang ist die grüne Bark so um die Welt gesegelt. „500 Seemeilen hat sie zurückgelegt, zweimal rund ums Kap Hoorn und 14 Mal den Atlantik überquert.“ Hövener war bei vielen dieser Törns der Kapitän.

„Die Alexander von Humboldt ist ein hervorragendes Hochseeschiff gewesen“, sagt Hövener. Und eines, das auch Stürmen mit Windstärke elf standgehalten habe. „Die einzigen, die wir anbinden mussten, waren die jungen Leute, damit sie nicht über Bord gehen“, erzählt er lachend.

Was Hövener an dem Großsegler am meisten fasziniert, ist die Bauweise. „Das Schiff hat noch so einen schönen Schwung, wie er um die Jahrhundertwende in jedes Schiff gebaut worden ist“, erklärt er. Dieser sorge dafür, dass die Alex gut durch die See gleite. „Heute gibt es nur noch so platte Bügeleisen“, sagt der Seemann.

Ex-Kapitän freut sich über Standort Schlachte

Auch, wenn Hövener heute nicht mehr segelt, bleibt er der „Alex“ verbunden. „Ich durfte meinen 80. Geburtstag auf dem Schiff feiern, noch bevor es geöffnet hatte“, so Hövener. Dass die Alex jetzt an der Schlachte liegt, macht den Ex-Kapitän glücklich. „Es wäre sehr schade gewesen, wenn sie verschrottet worden wäre.“

Hövener hat sich vorgenommen, „sein Schiff“ auch in Bremen zu besuchen. „Die Alex ist so wunderbar umgebaut worden, dass die alte Atmosphäre erhalten bleibt, das ist eine feine Sache“, sagt der Bremerhavener Seemann.

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