Die Tage sind gezählt: Am 17. November soll der Abriss des alten Hertie-Parkhauses beginnen.Foto: Konczak Die Tage sind gezählt: Am 17. November soll der Abriss des alten Hertie-Parkhauses beginnen. Foto: Konczak
Stadtentwicklung

Ohne Parkplätze keine Mieter für Ex-Hertie

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Projektmanager Werner Uhde steht nach eigenen Angaben in aussichtsreichen Verhandlungen mit potenziellen Hauptmietern für das ehemalige Hertie-Haus. Ohne Aussicht auf Parkplätze in der Nähe wollen die aber nicht zusagen.

„Wir haben lange gebraucht, um den Markt in Schwung zu bringen“, blickt Uhde auf die bisherige Suche nach einem Mieter für das ehemalige Hertie-Haus in der Innenstadt zurück. Delmenhorst habe auf der Hitliste der Modehäuser nicht sehr weit oben gestanden.

Inzwischen sei es aber gelungen ein paar Interessenten durch einen Besuch vor Ort den Standort schmackhaft zu machen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir alsbald ein Ergebnis verkünden können“, sagt er.

Ein großes Hindernis ist laut Uhde weiterhin die Parksituation. „Ich sage es ganz deutlich: Die großen Mieter unterschreiben nicht, ehe das geklärt ist.“ Er hofft offenbar weiterhin, eine Lösung in Zusammenhang mit dem von der Politik abgelehnten Bereich Am Vorwerk zu finden.

Alter Standort für neues Parkhaus nicht geeignet

Vom Vorschlag, am alten Standort ein neues Parkhaus zu errichten, hält der Projektentwickler hingegen gar nichts: „Wenn man sich die Entwicklungspapiere anschaut, die der Rat verabschiedet hat, dann steht da drin, dass das Parkhaus abgerissen werden soll.“

Dafür würden auch öffentliche Mittel bereit gestellt. „Dann herzugehen und zu sagen, wir bauen  wieder ein Parkhaus, das dann wieder im Weg steht und eine schlechte Zufahrt hat, ergibt überhaupt keinen Sinn“, meint Uhde und nutzt in dem Zusammenhang auch die Vokabel „hirnrissig“.

Machbarkeitsstudie für Parkplätze in Arbeit

Zurzeit lasse man eine Machbarkeitsstudie erstellen, verrät er. Damit wolle man zeigen, dass es möglich ist, zusätzliche Parkplätze Am Vorwerk zu schaffen und dennoch die Bäume zu erhalten.

Als nächster Schritt steht aber erstmal der Abriss des alten Hertie-Parkhauses an, der eigentlich schon begonnen haben sollte. „Wir hatten eine längere Diskussion darüber, ob wir EU-weit ausschreiben müssen oder ob wir beschränkt ausschreiben können. Uns war natürlich sehr daran gelegen, dass wir aus einem Bieterkreis mit bestimmten Qualifikationen auswählen können. So ein Abriss mitten in der Stadt ist ja nicht ganz einfach“, erklärt Uhde, warum es länger gedauert hat als erwartet.

Letztlich haben man Stadtverwaltung und Rechnungsprüfungsamt von einer beschränkten Ausschreibung überzeugen können. „In den nächsten 14 Tagen erwarten wir die Angebote. Wir haben als Beginn den 17. November vorgegeben. Bis Anfang März muss es fertig sein“, skizziert Uhde die nächsten Schritte.

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