Hinweisschild Josef-Hospital. Foto Lürssen Obwohl eigentlich längst entschieden, stellt die Bürgerinitiative Krankenhaus den künftigen Standort des Josef-Hospitals weiter in Frage. Foto: Lürssen
Standortfrage

Krankenhaus-Initiative ruft zu Kundgebung auf

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Die Bürgerinitiative für einen Krankenhausneubau an der Wildeshauser Straße ruft für Dienstag, 8. November, 18 Uhr, zu einer Kundgebung am Delmenhorster Rathaus auf. Dort findet eine Infoveranstaltung für den Rat statt.

In nichtöffentlicher Sitzung informieren nach Angaben von Ratsfrau Eva Sassen (Bürgerforum) Stadtbaurätin Bianca Urban und die Geschäftsführer Thomas Breidenbach (Josef Hospital Delmenhorst), Hans-Ulrich Salmen (Stadtwerkegruppe/Parkhaus) und Werner Uhde (Erste Projektentwicklungsgesellschaft Delmenhorst/Hertie) die Ratsmitglieder über ihre Vorhaben in der Innenstadt. „Wer ein Krankenhaus an der Wildeshauser Straße, ganz gleich ob in dem Altbau oder einem Neubau hinter dem Altbau bevorzugt, hat seine Chance, den politischen Entscheidern seine Meinung zu demonstrieren“, erklärt Eva Sassen.

Infoveranstaltung für Bürger

Einen Tag später, am Mittwoch, 9. November, 19 Uhr, haben Bürger dann beim „Stadtgespräch“ in der Markthalle die Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren. Urban und die Geschäftsführer Salmen, Breidenbach und Uhde sowie der Verkehrsgutachter Ralf Losert von der Planungsgemeinschaft Theine informieren über den Stand der Planung.

Die Bürgerinitiative Krankenhaus ist gegen einen Neubau in der Innenstadt. Sie fordert stattdessen eine Neuplanung des künftigen Klinik-Standortes an der Wildeshauser Straße.

„Man mag es als Wink des Himmels verstehen, dass das alte Krankenhaus in der Innenstadt abbrannte, als es gerade keine Patienten beherbergte. Jetzt haben der Geschäftsführer des JHD und die Ratspolitiker die Möglichkeit, den Standort zu ändern – ohne Gesichtsverlust“, meint Sassen.

Fördermittel an Standort gebunden

Vertreter von Verwaltung und JHD hatten in den vergangenen Monaten stets betont, dass die Fördermittel in Höhe von 70 Millionen Euro an den Standort Innenstadt gebunden seien. Entsprechende Auskünfte hatten auch das Sozialministerium und die Landeskrankenhausgesellschaft abgegeben. Sollte man die Planung in Delmenhorst neu aufrollen, würden die Gelder mit größter Wahrscheinlichkeit anderweitig vergeben. Die Stadt müsste möglicherweise zehn Jahre warten, bis erneut Geld zur Verfügung stünde.

Sassen wirft der Verwaltung außerdem vor, in der Vorlage für den Grundsatzbeschluss zum Standort im Juni 2015 falsche Angaben gemacht zu haben. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) am Josef-Stift sei fälschlich aus „vorhanden“ bezeichnet worden. Tatsächlich sei es lediglich seit längerer Zeit geplant.  Das BHKW habe bei der Bewertung der beiden Häuser als Pluspunkt gezählt.

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