Axel Petermann und Lydia Benecke. Foto: RTL Axel Petermann und Lydia Benecke. Foto: RTL
Ab Donnerstag im TV

Axel Petermann „ermittelt“ in Crime-Show von RTL

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Zwei Kandidaten, ein Koffer mit 30.000 Euro. Und nur eine Stunde Zeit, ein Versteck dafür zu finden. Dieses sollen professionelle Ermittler herausfinden. Wie die Show funktioniert, berichtet der bekannte Profiler.

Zunächst zu den Spielregeln: Am Anfang jeder Show steht Moderatorin Annett Möller mit einem Geldkoffer in der Hand auf der Straße und sucht nach einem geeigneten Pärchen.  Zwei Menschen, die sich gut kennen und glauben, als Team gut zu funktionieren und sich auf ein Spiel einlassen: Sie bekommen einen Geldkoffer mit 30.000 Euro Bargeld, ein Fluchtauto sowie ein Handy. Und sie haben genau eine Stunde Zeit, das Geld zu verstecken.

Was so simpel klingt, entpuppt sich schnell als nervenaufreibendes Unterfangen. Denn die Kandidaten sollten in dieser Stunde nicht nur das perfekte Versteck finden, sondern so viele falsche Fährten wie möglich legen.

Kandidaten sollen ihre Abwesenheit plausibel erklären

Was wiederum nicht einfach ist, denn das zur Verfügung gestellte Auto verfügt über GPS. Heißt: Jede Strecke, jeder Halt, jede Aufenthaltsdauer wird von den Ermittlern akribisch aufgezeichnet und ausgewertet. Das gleiche gilt natürlich auch für die Handydaten.

Außerdem sollten sich die Kandidaten eine stimmige und plausible Geschichte ausdenken, wie sie diese 60 Minuten verbracht haben. Denn danach werden die beiden verhaftet und müssen sich einem knallharten Verhör von Profi-Ermittlern stellen.

Kleine Versprecher haben große Auswirkungen

Diese sind Axel Petermann (64), ehemaliger Leiter der Bremer Mordkommission, Profiler und Bestsellerautor, Lydia Benecke (34),  Kriminalpsychologin; Dirk „Venne“ Vennemann (44, aus Essen), seit 25 Jahren Polizist und langjähriger Zivilfahnder und Marc „Budde“ Burdorf (42, aus Essen), ebenfalls seit 25 Jahren Polizist und leidenschaftlicher Schatzjäger.

Die Fahnder wollen wissen: Wen haben die Kandidaten  besucht? Und warum? Wen haben sie vom Handy aus angerufen? Oder wem haben sie eine whatsapp geschickt? Schon der kleinste Versprecher, die geringste Unstimmigkeit in den beiden Aussagen könnte sie auf die richtige Spur führen. So viel zum Inhalt eines neuen Formates, von dem RTL ab, 1. Dezember, jeweils donnerstags um 22.15, zunächst vier Folgen ausstrahlt.

Fremde Arbeitsweise für den Profiler

Axel Petermann hat nach eigenen Angaben zunächst gezögert, daran teilzunehmen. Er sei kein Fan von Shows, in denen Kandidaten vorgeführt werden. „Aber das ist hier nicht der Fall“, sagt der 64-Jährige. Letztlich habe ihn der Produzent von der Seriösität des Formates überzeugen können.

„Dennoch muss man sich immer vor Augen halten, dass es sich um eine Show handelt“, betont er. Mit wirklicher Polizeiarbeit habe das Ganze wenig zu tun. Für ihn selbst sei das Ganze auch völlig neu gewesen. „Ich bin es nicht gewohnt, ständig jemand an meiner Seite zu haben und von Kameras beobachtet zu werden.“

Petermann will „sein“ Versteck nicht verraten

Im Vorfeld zu den Dreharbeiten habe er natürlich auch einmal überlegt, wo er so einen Geldkoffer verstecken würde. „Das verrate ich jedoch nicht, sonst würde es Nachahmer geben und man würde niemals mehr etwas finden“, so der bekannte Profiler schmunzelnd.

Dafür verrät er, wenn er als Kandidat an seiner Seite hätte haben wollen: „Meine Frau.“

 

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