Jährliches Event: Das Bremer Sechstagerennen. Foto: Nordphoto Jährliches Event: Das Bremer Sechstagerennen. Foto: Nordphoto
70 Jahre Land Bremen

Radler und Boxer: Bremer Erfolgsstorys im Sport

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Die Strahlkraft der Fußballer des SV Werder Bremen reicht weit über die Landes- und Bundesgrenzen hinaus. Doch auch mit den Erfolgen anderer Bremer Sportler in den vergangenen 70 Jahren lassen sich ganze Bücher füllen.

Einige Titelgewinner im Überblick: Zwischen 1946 und 1951 kam die schnellste deutsche Läuferin aus der Hansestadt: Marga Petersen (SV Werder) holte in dieser Zeit fünf deutsche Meister­titel und 1952 olympisches Silber in Helsinki. Weitere Meistertitel holten Kurt Bonah (Hürdenlauf) und Karl Kluge (Mittelstrecke).

Heinz Schumann wurde 1962 (100 Meter) und 1964 (200 Meter) deutscher Meister, bei den Olympischen Spielen in Tokio reichte es immerhin für Platz Fünf. In der jüngeren Vergangenheit war Hürdenläuferin Carolin Nytra beim TuS Komet Arsten aktiv. Nytra blickt auf mehrere deutsche Meisterschaften und Teilnahmen an den Olympischen Spielen in Peking und London zurück.

Meisterschaft im 400-Meter-Lauf, Silbermedaille im Rudern

Der Leichtathlet Lars Figura hatte seine Königsdisziplin im 400-Meter-Lauf, worin er bei deutschen Meisterschaften und Hallenmeisterschaften mehrere Siege feierte. Bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki holten zudem drei Vegesacker die Silbermedaille im Rudern: Helmut Noll, Heinz Joachim Manchen und Helmut Heinhold fuhren als Zweite ins Ziel.

Gerd Jürgenhering, Georg Niermann, Friedrich Arfmann, Heinz-Werner Kollmann und Albrecht Wehselau errangen für den Bremer Ruder-Club Hansa (BRC) 1958 die Deutsche und später die Europameisterschaft. Weitere Erfolge im Rudern feierten unter anderem Uwe Brammerloh (1974) und Gerd Meyer (1987) mit Weltmeistertiteln.

Roberto Albanese, Bremens bester Tänzer

Auf das Konto von Roberto Albanese, 1973 in Bremen geboren, gehen diverse nationale und internationale Turniersiege im Einzeltanzen mit Partnerin Uta Deharde in der weltweit höchsten Lateinklasse. Als aktiver Tänzer gehörte er dem Bundeskader für Lateintanzen an, derzeit trainiert er die A-Formation des Grün Gold Club Bremen, die mit ihm Welt-, Europa- und Deutscher Meister wurde.

Erfolgreichen Handball spielte das Team des TV Grambke in den frühen 1970ern für einige Jahre in der Bundesliga. Der Verein stellte zu dieser Zeit auch diverse Nationalspieler. Später, in den 1990ern, feierten die Damen des TuS Walle mit fünf deutschen Meisterschaften und zwei Europacup-Titeln Handball-Erfolge.

Ein Bremer boxt sich an sich Spitze

Auch im Kampfsport weiß ein Bremer beachtliche Erfolge vorzuweisen: Ende der 1960er boxte sich Peter Gerber zu vier deutschen Meistertiteln im Halbschwergewicht und zwei Vize-Europameistertiteln.

Seit den frühen 1970ern ist Bremen als Austragungsort des Sechstagerennens auch eine Adresse im deutschen Radsport. Überregionale Bekanntheit erlangte unter anderem Hans-Peter Jakst, der 1976 in Montreal mit der deutschen Olympiamannschaft einen vierten Platz belegte.

I want to ride my BICYCLE! BICYCLE!

Neben diversen Tour- de-France-Teilnahmen durfte er sich über den Titel als Deutscher Straßenmeister freuen (1979). Einen Titel als Deutscher Meister 1978 und mehrere Vizemeister-Titel gingen an den Bremer Cross-Fahrer Ekkehard Teichreber. Einer der erfolgreichsten Sixdays-Fahrer ist der Bremer Andreas Kappes, dem beim Giro d’Italia 1988 zudem ein Etappensieg gelang.

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