Anders als Bienen legen Hummeln (Bild) keine Vorräte an. Deswegen sind sie gerade in der Pollenärmerenzeit im Juli nah am verhungern. Foto: pixabay Anders als Bienen legen Hummeln (Bild) keine Vorräte an. Deswegen sind sie gerade in der Pollenärmerenzeit im Juli nah am verhungern. Foto: pixabay
Umwelt

Kleine Hilfe – große Wirkung für Hummeln und Co.

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In den kommenden Wochen berichten wir über Möglichkeiten sich für die Umwelt einzusetzen. Zu Beginn stellen wir hilfreiche Tipps für Vögel und Insekten vor. Denn mit nur wenigen Handgriffen kann man viel Gutes bewirken.

Spätestens im Herbst entdeckt man häufig tote oder schwache Hummeln auf den Gehwegen. Dies ist der normale Lebenszyklus einer Hummel. Denn nur die begatteten Jungköniginnen können den Winter überleben.

Schwache Hummeln, Bienen und Schmetterlinge in der Sommerhitze sind allerdings nicht „normal“.

Grund dafür sei, dass es in manchen Bereichen nicht mehr ausreichend Nahrung für die Insekten gibt, da einfach die entsprechenden Pflanzen fehlen, sagt Florian Scheiba, Naturschutzbund (Nabu) Stadtverband Bremen.

Mit einer Zuckerlösung helfen

Der Nabu Bremen hat für diese Situation einen Tipp: Die schwächelnden Insekten können mit Hilfe eines Blattes Papier aufgehoben werden. Danach dann mit einem Teelöffel Zuckerlösung aufgepäppelt werden. Die Zuckerlösung kann ganz einfach mit einem halben Teelöffel Zucker beziehungsweise Honig und etwas Wasser hergestellt werden, empfiehlt Scheiba.

Garten- und Balkonbesitzer­ können für diese Situation jedoch vorbeugende Maßnahmen treffen, in dem sie bestimmte Pflanzen in ihren Garten und Kübeln unterbringen. Für Hummeln sollen laut Nabu besonders die Spät- oder Dauerblüher helfen. Dazu zählen unter anderem die Artischoke, der Efeu, das Heidekraut, die Kugeldistel und der Lavendel.

Tränken helfen Vögeln und Insekten

Eine weitere gute Tat kann laut Scheiba auch eine Tränke sein. Diese sei für Vögel und Insekten sinnvoll. Denn neben einer Stelle zum Trinken, hätten Vögel dort auch eine Möglichkeit zum Baden. Tränken gibt es in den verschiedensten Farben und Formen im Internet, Baumarkt oder Tierfachhandel zu kaufen. Einige gibt es schon für unter 10 Euro zu erwerben.

Falls man sich entschließt eine solche Tränke aufzustellen, sollte jedoch regelmäßig, am besten täglich, das Wasser gewechselt und die Tränke gereinigt werden, so Scheiba weiter.

Auch Nistkästen sind zu empfehlen

Grundsätzlich seien Nistkästen für Vögel oder Insektenhotels gut. Auch eine naturnahe Bepflanzung ohne Einsatz von Giftstoffen empfehlenswert. Das gilt nicht nur für den Sommer, sondern für das gesamte Jahr.

Bevor jedoch ein teurer Gang zum Händler des Vertrauens getätigt wird um ein fertiges Produkt zu kaufen, sollte ein Blick auf die Nabu-Internetseite geworfen werden. Dort gibt es unter anderem Anleitungen für Insekten-Nisthilfen für Wildbienen, als auch eine Nisthilfe für Hummeln und natürlich auch für Vögel.

Ein Aufruf

Für unsere Reihe „Im Einsatz für die Umwelt“ suchen wir Personen, die sich im Bremer Norden für den Schutz der Umwelt einsetzen. Sei es durch den Verzicht auf Plastik, das Mitwirken in einer Organisation oder durch andere Tätigkeiten. Falls Sie jemanden kennen oder sich selbst engagieren, melden Sie sich bei uns unter: nord@weserreport.de

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