Reger Austausch und eindrucksvolle Arbeiten gehören beim zweiten Druckgrafik-Festival zum Programm. Foto: Konczak
Druckgrafik Festival

Ein „Geheimtipp“ für Kreative

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Die zweite Auflage des Druckgrafik-Festivals ist noch umfangreicher als im Vorjahr. Viele Künstler aus der Region und darüber hinaus sind vor Ort und geben Einblicke in ihre Arbeiten.

Ein ganzes Festival für kreative Köpfe, welches im wahrsten Sinne des Wortes „beeindruckt“. Unter dem Motto „Bildstörung“ zieren seit gestern verschiedene Werke von 13 Künstlern die Räume in der Craftschöpferey. Im Fokus der Arbeiten stehen erneut allerlei grafische Verfahren, wie Linolschnitt, Siebdruck, Radierung, Monotypie und Collagraphie. Auch experimentelle Arbeiten, bei denen empfindlichere Materialien als Druckträger verwendet wurden, gibt es zu bestaunen.

Positives Feedback bestärkte Wiederholung

Seit rund zweieinhalb Jahren betreibt die gelernte Siebdruckerin Julia Vogel mit viel Liebe zum Detail die Craftschöpferey an der Stedinger Landstraße 5 und wird dabei tatkräftig von den Mitgliedern des Kulturkreises Delmenhorst unterstützt. Die durchweg positive Resonanz aus dem Vorjahr animierte Vogel zur Wiederholung. Besonders der persönliche Kontakt zwischen Besuchern und Künstlern macht den Reiz der Veranstaltung aus. „Natürlich ist man zu Beginn so eines Festivals aufgeregt und hofft, dass alles gut klappt und viele Leute vorbeischauen“, betont sie. Schön dabei sei es, dass auch die Aussteller sich begegnen und miteinander ins Gespräch kommen.

Künstler bieten große Vielfalt

Zu den bekannten teilnehmenden Künstlern gehören die Bremerin Jutta Gebler, die sich besonder durch die Natur bei ihren Radierungen inspirieren lässt, Oliver Regener, der für seine Radierungen leere Getränkekartons verwendet sowie der in Österreich lebende Kubaner Ricardo Vargas, welcher mit prunkvollen Collagraphien begeistert und sich über seine erste Ausstellung in Deutschland freut. Doch auch Freunde von experimenteller Kunst, bekomen etwas geboten. Ein gutes Beispiel dafür sind die Arbeiten des gebürtigen Remscheiders Michael Dangel, der mit sogenannten „Giclées“ hochaufgelöste, grossformatige Ausdrucke auf Tintenstrahldruckern mit lichtechten, pigmentbasierten Tinten erzeugt. „Ich kombiniere meine Arbeiten. Zum Beispiel verbinde ich klassische Druckgrafik, wie den Holzschnitt mit moderner Bearbeitung am Computer“, erklärt Dangel. So benutzt er unter anderem Bildelemente aus Jules Verne-Büchern und verleiht ihnen am PC einen ganz eigenen Flair.

Austausch erwünscht

Während der Veranstaltung sind die Künstlerinnen und Künstler abwechselnd in der Kurswerkstatt anwesend und für alle Fragen der Besucher offen. Noch heute ist das Festival von 11 bis 17 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Ein kleines Highlight wird es mit einer Collagraphie-Vorstellung von Julia Vogel um 15 Uhr geben. Zusätzlich stellt sie ihr neues Kursprogramm vor.

 

 

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