Direktkandidaten der SPD und CDU verlieren an Stimmen. Foto: Konczak Die Direktkandidaten der SPD und CDU verlieren an Stimmen. Foto: Konczak
Wahl-Ergebnis

12,8 Prozent der Delmenhorster wählten die AfD

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Insgesamt 35,4 Prozent ihrer Erststimmen (13.990) haben die Delmenhorster bei der Bundestagswahl 2017 Susanne Mittag (SPD) gegeben. Astrid Grotelüschen (CDU) erhielt 30,4 Prozent (12.034) der Stimmen.

Doch auch die  SPD-Kandidatin Mittag, die noch vor vier Jahren mit 42,0 Prozent gewählt wurde, musste ein Minus von 6,6 Prozentpunkten hinnehmen – genau wie Grotelüschen ein Minus von 7,0 Prozentpunkte.

Enormen Zuspruch erhielt Herbert Sobierei von der „Alternative für Deutschland“ (AfD) aus den hiesigen Reihen. Er gewann mit 12,8 Prozent das Rennen um Platz drei. Sein Vorgänger Christian Pothin hatte 2009 nur 3,6 Prozent erhalten.

Die Linken landen auf Platz vier

Platz vier kommt Manuel Paschke (Die Linke) mit 7,5 Prozent zugute (2013/Thomas Bartsch: 5,6 Prozent). Christian Dürr erreichte 7,0 Prozent (2013/Angelika Brunkhorst: 2,0 Prozent) und Christina Johanne Schröder (Grüne) 5,7 Prozent (2013/Dragos Pancescu: 4,5 Prozent). Dieter Holsten (Freie Wähler) konnte 1,2 Prozent (2013/Arnold Hansen: 0,7 Prozent) der Stimmen sammeln.

Für die Sitzverteilung im Deutschen Bundestag haben die Delmenhorster den Christdemokraten am meisten Stimmen gegeben. Damit landete die CDU bei den Zweitstimmen wie bei den beiden vorangegangenen Bundestagswahlen vor der SPD. Die Christdemokraten holten 30,6 Prozent (minus 6,5 Prozentpunkte). Die SPD erhielt 29,5 Prozent (minus 6,8 Prozentpunkte). Auch hier erzielte die AfD mit 13,1 Prozent (plus 9,0 Prozentpunkte) die drittmeisten Stimmen. Dahinter kam die FDP auf 8,4 Prozent (plus 4,9 Prozentpunkte). Die Linkspartei erreichte 7,9 Prozent (plus 1,3 Prozentpunkte), die Grünen erzielten mit 6,6 Prozent (minus 0,3 Prozentpunkte). Die sonstigen Parteien erreichten zusammen 4,1 Prozent der Stimmen.

Wahlbeteiligung lag bei 70,3 Prozent

Insgesamt 57.061 Delmenhorster waren in diesem Jahr aufgerufen, sich an der Wahl des neuen Bundestags zu beteiligen. Die Wahlbeteiligung lag mit 70,3 Prozent um immerhin 2,9 Prozentpunkte über dem Ergebnis von 2013 (67,4 Prozent).

Um den Einzug in den Bundestag hatten sich im Wahlkreis 28 „Delmenhorst/Wesermarsch/Oldenburg-Land“ 18 Parteien beziehungsweise Wählergemeinschaften beworben. Sieben von ihnen hatten zudem einen Direktkandidaten gestellt.

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