Erfolgreiche Fahndung: Polizei stellt vier Tatverdächtige nach Raubüberfall auf Radfahrer. Symbolbild: WR Von Schlägereien bis brennende Mülltonnen: Die Bremer Einsatzkräfte hatten an Silvester alle Hände voll zu tun. Foto: av
Bremen

Silvester in Bremen: Einsatzkräfte ziehen Bilanz

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Für die Feuerwehr Bremen verlief die Silvesternacht mit 26 Einsätzen "erstaunlich ruhig" - ganz anders sah es bei der Polizei aus: 313 Einsätze zählten die Beamten. Dabei wurden sie teils mit Feuerwerk angegriffen.

Für die einen war es ein relativ entspannter Jahreswechsel: Die Frauen und Männer der Bremer Feuerwehr wurden zu 26 Einsätzen gerufen – brennende Müllcontainer, ausgelöste Brandmeldeanlagen, Kellerbrand – alles jedoch ohne verletzte Personen. 

„Erstaunlich ruhig“, so die Bilanz. Anderes sah es bei den Rettungsdiensten aus: Dort führten übermäßiger Alkoholkonsum, Körperverletzungen und „normale Krankheitsfälle“ zu insgesamt 200 Alarmierungen. 

Polizeibeamte mit Feuerwerk beschossen

Doch am stärksten wurde die Polizei gefordert. Innerhalb von zwölf Stunden zählten die Beamten 313 Einsätze. Lärmbelästigungen, Hausfriedensbrüche, Sachbeschädigungen und mehr als 50 Schlägereien. „Arbeitsreich“, so Polizeisprecher Nils Matthiesen. 

So seien nach Angabe der Polizei Sicherheitsmitarbeiter der Bahn gegen 21.30 Uhr am Bahnhofsplatz von etwa 50 Personen bedrängt und angegriffen worden. Als die Polizisten eintrafen, hätten die Angreifer sie mit Pyrotechnik beschossen.

„Starke Polizeikräfte beendeten das Szenario, nahmen mehrere Männer vorläufig fest und erteilten Platzverweise“, sagt Matthiesen. Zudem wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Attacken auf Polizei auch am Sielwall 

An der Schlachte hätten bis Mitternacht etwa 5.000 Personen „friedlich und ausgelassen“ gefeiert. So auch im Bereich der Sielwallkreuzung, wo sich etwa 500 Menschen zusammenfanden. Doch ab Mitternacht hätten dort Personen Pyrotechnik auf die Einsatzkräfte abgefeuert. 

„Ein Polizist wurde  dabei am Oberschenkel verletzt, konnte seinen Dienst aber weiter versehen“, so Matthiesen. Auch dort seien mehrere Strafanzeigen gefertigt worden. Gegen 0.30 Uhr seien aufgrund des anhaltenden Starkregens viele Menschen abgewandert. 

Sexualstraftat und Verkehrsunfall

Auch eine Sexualstraftat verzeichnete die Polizei an diesem Abend: In der Innenstadt hätten mehrere junge Männer zwei junge Frauen aus Niedersachsen bedrängt und im Intimbereich berührt.  Ein 20 Jahre alter Syrer konnte später von den Einsatzkräften gestellt werden. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Schwer verletzt wurde laut Polizei ein Mann in Vegesack, nachdem der 28-Jährige auf der Uhthoffstraße zum Jahreswechsel eine Rakete zündete. Ein 58-jähriger Autofahrer fuhr zu dem Zeitpunkt auf der Straße. Durch die Nebelwand der Rakete konnte er den Fußgänger nicht mehr rechtzeitig erkennen. Es kam zum Zusammenstoß. Der 28 Jahre alte Mann kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

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