Stefanie Knauf und ihre Kollegen bieten im Bus 4.100 Bücher, CDs und Videospiele an. Foto: Schlie Stefanie Knauf und ihre Kollegen bieten im Bus 4.100 Bücher, CDs und Videospiele an. Foto: Schlie
Mobile Bibliothek

Busbibliothek: Wenn der Bus die Bücher bringt

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Die Mitarbeiter der Busbibliothek Bremen arbeiten auf zehn Quadratmetern. Insgesamt werden 27 Haltestellen in verschiedenen Bremer Stadtteilen angefahren. Probleme bereiten vor allem Falschparker.

Rund 25 Kinder der Grundschule Seehausen warten nach Schulschluss vor dem Bücherbus. „Wir sind gerade völlig leergefegt“, sagt Mitarbeiterin Stefanie Knauf, bevor sie die Türen öffnet.

Bei den Kindern seien besonders Bücher zu Filmen und Fernsehserien beliebt, auch die Buchreihe Gregs Tagebuch kommt gut an. „Es gibt insgesamt zwölf Bände, und wir haben von jedem fünf Exemplare. Jetzt gerade ist nur eins nicht ausgeliehen“, berichtet Knauf.

An der Haltestelle in Seehausen seien es vor allem die Kinderbücher, durch die die Nutzung der Busbibliothek ansteige, informiert Matthias Weyh, Leiter der Busbibliothek. Deutlich zurück gehe jedoch das Interesse an Musik-CDs.

Zugriff auf 19.000 Medien

Im Zuge der Einweihung und Bestückung eines neuen Fahrzeugmodells 2011 wurden insgesamt 4.100 Bücher, CDs, Videospiele und Zeitschriften gezählt. Der Bestand wechselt regelmäßig, vor allem, wenn ein besonders großer Ansturm die mobile Bibliothek um einige Inhalte erleichtert hat.

Zurückgreifen können die Mitarbeiter dabei auf ein Magazin aus 19.000 Medien. Dieses wird regelmäßig erweitert, da es eine große Nachfrage nach aktuellen Büchern, Spielen oder Zeitschriften gibt. Morgens wird als erstes aufgefüllt.

27 Haltestellen werden angefahren

Insgesamt fährt der Bus 27 Haltestellen in Bremen an. Besonders gut besucht sind jene in Borgfeld und Findorff. In Findorff hat der Bus auch seinen längsten Aufenthalt im Vergleich aller Haltestellen. Drei Stunden hält er dort jeden Freitag.

An einigen Haltestellen öffnen die Mitarbeiter nur für Schulen. Das Leihverfahren wird den Schülern vorher erklärt. Die meisten Haltestellen sind jedoch öffentlich, Anwohner und Schüler stöbern gemeinsam durch die Leihmedien.

Mitarbeitern kennen ihre Kundschaft

Während die Kinder in Seehausen sich Bücher und Videospiele ausleihen, wird schnell deutlich, dass Nina Kossens, die seit drei Jahren in der Busbibliothek arbeitet, ihre Kundschaft gut kennt.

Sie weiß, welche Bücher die Kinder schon gelesen haben und kann sogar erkennen, dass einer der Jungen scheinbar eine neue Spielekonsole hat. „Sonst hat er andere Spiele ausgeliehen“, verrät sie. Kollegin Knauf erzählt: „Wir haben an jeder Haltestelle unsere Stammkunden, aber es kommen auch immer neue Leute.“

Wechsel zwischen Bus und Büro

Die Arbeit des insgesamt vierköpfigen Teams wechselt zwischen Büro- und Bustagen. Der Busdienst bedeutet, den ganzen Tag mit dem Fahrzeug unterwegs zu sein.

Zehn Quadratmeter misst der Arbeitsplatz dann insgesamt. Um dabei die menschlichen Grundbedürfnisse nicht vernachlässigen zu müssen, ist der Bus gut ausgestattet: „Wir haben eine Mikrowelle, Kaffeemaschine, einen Kühlschrank und sogar eine Toilette im Bus“, sagt Kossens.

Normaler Leihvorgang möglich

Sicherheit wird in der Busbibliothek groß geschrieben: Die Regale im Fahrzeug sind so eingebaut, dass während der Fahrt nichts umherfliegen kann und jeder freie Zentimeter wurde genutzt, um einen nahezu normalen Bibliotheksbesuch zu ermöglichen.

Alle Medien können in allen Zweigstellen zurückgegeben werden und andersherum nimmt auch die Busbibliothek alles aus den anderen Filialen zurück, mit Ausnahme von Brettspielen.

Vorbestellungen sind genauso möglich und können am Busbibliothek-Tag direkt in der Nachbarschaft abgeholt werden.

Größtes Problem sind Falschparker

Probleme gibt es manchmal mit der WLAN-Verbindung.

„Dann müssen wir die Entleihungen erstmal am PC buchen und später dann alles nochmal für den Server wiederholen“, sagt Knauf und ergänzt: „Das größte Problem sind allerdings die Falschparker. Wir können nur halten und die Türen öffnen, wenn der Bus sicher steht. Ist unser Platz belegt, versucht die Polizei die Fahrzeughalter zu ermitteln, sie lässt aber auch Autos abschleppen. Wird unsere Haltestelle aber nicht schnell genug geräumt, dann muss dieser Halt leider ausfallen.“

Alle Infos zu den Haltestellen unter stabi-hb.de

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