Die „Vegebüdel“ ist 1950 gebaut worden.Foto: Martin Muhle Die Vegebüdel soll zukünftig Touristen ermöglichen den Bremer Norden vom Wasser aus zu entdecken. Foto: Martin Muhle
Vegebüdel

Neue Attraktion an der Maritimen Meile

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Was bislang nicht möglich war, soll pünktlich zum Vegesacker Hafenfest starten: Rundfahrten mit der Vegebüdel auf Weser und Lesum. Das Projekt wurde jüngst von der Arbeitsgemeinschaft Maritime Meile vorgestellt.

Das Ziel der Arbeitsgemeinschaft war von Beginn an klar definiert: Die Attraktivität der Maritimen Meile weiter zu steigern, damit alle davon profitieren können. Mit vielen Ideen angetreten, arbeiten alle Beteiligten zurzeit daran, ein Projekt noch vor dem Hafenfest umzusetzen. „Wir für Vegesack“, fasst Ortsamtsleiter und erster Vorsitzender des Fördervereins Stadtgarten Vegesack, Heiko Dornstedt, zusammen.

Mitglieder der Gruppe sind zudem Claus Jäger vom Deutschen Schulschiff Verein, Rolf Noll vom Verein Kutter- und Museumshaven Vegesack, Fritz Rapp und Wolfgang Helms von Vegesack Marketing sowie Thomas Rutka und Norbert Lange-Kroning vom MTV Nautilus.

Kostenlose Rundfahrten entlang der Maritimen Meile

Das erste Projekt soll sich um die Barkasse „Vegebüdel“ drehen. Mit ihr sollen ab 30. Mai regelmäßig Besucher mit aufs Wasser genommen werden. Sei es ein Abstecher die Lesum hinauf, zu den großen Werften an der Weser oder sogar bis zum Bunker in Farge: immer zwölf Passagiere können das Angebot dann kostenlos nutzen.

Die „Vegebüdel“ sei ein Lieblingskind der Vegesacker, das seit kurzem in Besitz des MTV Nautilus ist, sagt Projektleiter Lange-Kroning. Neben den Passagieren finden noch drei Crew-Mitglieder auf dem Schiff Platz. Zurzeit wird die Barkasse aus den 50er-Jahren wieder fit gemacht. Denn der Motor ist beschädigt.

Rundfahrten laut Umfragen erwünscht

„Das ist die eigentliche Besonderheit an dem Boot – der Motor“, so Lange-Kroning. Denn der stammt aus dem Jahr 1938, hat drei Zylinder, 42 Liter Hubraum und 100 Pferdestärken. Ein Motor, den man kaum noch in einem Boot findet. So sei die „Vegebüdel“ nicht als reines Beförderungsmittel zu sehen, sondern als eigenständige Attraktion.

Dass solche Fahrten gefragt sind, bestätigt Rapp. Denn bei Umfragen von Vegesack Marketing wurde bereits mehrmals darauf verwiesen, dass eine Erkundung der Region vom Wasser aus fehle. Dies bestätigt auch Noll. Bei der langen Nacht der Museen bot der Kutter- und Museumshaven Verein mehrere „Moonlight“-Fahrten zum Bunker Valentin an. Sie wurden sehr gut angenommen.

Obwohl von der Nachfrage überzeugt, wollte man kein neues Schiff anschaffen, so Jäger. Denn es sei nie sicher, wie gut die Idee angenommen wird. Dennoch ist er überzeugt: „Es kann da richtig etwas draus werden.“

Unterstützer für das Projekt gesucht

Um dieses Vorhaben zu meistern, brauchen die Vereine finanzielle Hilfe durch Förderer. Die „Vegebüdel“ soll zwar im Auftrag der Maritimen Meile unterwegs sein, der Besitz und auch der Betrieb obliegt jedoch dem MTV. Die Mannschaft wird bei dem Vorhaben ehrenamtlich tätig sein. Dennoch fallen Kosten für die Wartung des Schiffes an.

Aus diesem Grund werden Förderer „mit einer gewissen Nachhaltigkeit“ gebraucht, erklärt Lange-Kroning. Die Kosten für die Reparatur im höheren fünfstelligen Bereich sind durch Förderer bereits gedeckt. „Wir suchen noch nach einem Weg, um die Beteiligten darzustellen“, so der Projektleiter. Voraussetzung sei natürlich die Zustimmung der Spender.

Einen genauen Zeitplan für die Rundfahrten gibt es noch nicht. Der Fokus soll jedoch zu Beginn auf den Wochenenden liegen. Ein Ausbau des Angebots hänge jedoch von der Mannschaft ab. Für diese sucht der MTV noch Verstärkung. Voraussetzung ist ein Sportbootführerschein See.

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