Das Bangen für die Mitarbeiter geht weiter: Bei Airbus Bremen sind 300 Stellen gefährdet.
Stellenabbau

Keine Entwarnung bei Airbus Bremen

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Airbus gibt keine Entwarnung: noch immer stehen insgesamt 3.700 Stellen auf der Kippe. Der Konzernbetriebsrat geht von einem Worst-Case-Szenario bis zum Jahr 2021 aus. Danach wären auch 300 Stellen in Bremen betroffen.

Jens Brüggemann, Betriebsratsvorsitzender von Airbus Bremen, bestätigte auf Anfrage, dass die Zahlen auch nach dem Treffen mit der Geschäftsführung noch im Raum stehen. „Wir wollen eine vertragliche Sicherung, dass es nicht zu Entlassungen kommt. Es wurde viel über Lösungen diskutiert, aber noch ist nichts Konkretes in Sicht.“

Kommende Verhandlungen des Europäischen Betriebsrats sollen Klarheit bringen. „Hier ist aber erst im Mai oder Juni mit ersten Ergebnissen zu rechnen“, sagt Brüggemann.

Hintergrund der Gespräche ist eine Auftragsflaute bei den Flugzeug-Baureihen A400M (Militär-Transporter) und A380 (größtes Passagierflugzeug der Welt). Die Geschäftsführung hatte den Mitarbeitern zuvor zugesichert, betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden.

Wechsel an der Spitze

Auch auf internationaler Ebene befindet sich das Luft- und Raumfahrtunternehmen zurzeit im Umbruch. Ex-Telekom-Chef René Obermann soll an die Spitze des Verwaltungsrats rücken, wenn der Posten des Vorstandsvorsitzenden von einem Franzosen besetzt wird.

Hier gilt Guillaume Fury als Kandidat für die Nachfolge von Tom Enders, der im April kommenden Jahres zurücktritt und seit 2012 alleiniger Vorstandsvorsitzender ist. Zuletzt wurde der 59-jährige Deutsche häufig mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert, die er jedoch stets bestritten hatte.

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