Das Gelände der einstigen Bremer Wollkämmerei dient als Veranstaltungsort des dreizehn°-Festivals. Im Industrieambiente wird gelesen, gelauscht, gefeiert und getanzt. Foto: av Das Gelände der einstigen Bremer Wollkämmerei dient als Veranstaltungsort des dreizehn°-Festivals. Im Industrieambiente wird gelesen, gelauscht, gefeiert und getanzt. Foto: av
BWK-Gelände

Konzerte, Kino und mehr: Neues Festival in Bremen

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Blumenthal avanciert zur Kulturhochburg: das Theater Bremen und La Strada waren dieses Jahr schon dort. Im August steht die nächste Veranstaltung an: das dreizehn°-Festival mit Lesungen, Konzerten, Clubabenden und mehr.

Die Finanzierung steht, das Booking ist nahezu abgeschlossen, die Öffentlichkeitsarbeit läuft und die ersten Tickets sind verkauft: dem „dreizehn°-Festival“ auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Wollkämmerei (BWK) steht nichts mehr im Wege.

Vom 31. August bis 2. September soll es dort, auf sechs Bühnen, in der Fliegerhalle, im Gebäude 221 und auf Freiflächen, bunt werden: Die Veranstaltung deckt von Konzerten und Ausstellungen über Theater und Kino bis zu Workshops, Lesungen und Clubabenden alles ab, was das Kulturherz höher schlagen lässt.

Einen thematischen Schwerpunkt wird es nicht geben. „Es gibt kein Motto, aber kleine rote Fäden, die wir verfolgen“, sagt Katrin Windheuser vom Organisationsteam. So gebe es beispielsweise eine Kooperation mit dem Gedenkort Bunker Valentin, die in mehreren Programmpunkten aufgegriffen werden soll.

Tickets bereits im Vorverkauf

Apropos Programm: Bisher zeigten sich die Organisatoren geheimnisvoll, wenn es um die Bekanntgabe von Bands und anderen Acts ging. Das soll sich in dieser Woche ändern: Morgen sollen die Festival-Acts bekannt gegeben werden. Windheuser kündigt einen Mix aus lokalen und überregional bekannten Künstlern an. In fast allen Sparten wird auch ein Kinderprogramm mit Lesungen, Filmvorführungen und Bands angeboten.

Den Namen hat die dreitägige Veranstaltung übrigens bekommen, weil 13 Grad die Durchschnittstemperatur der Weser ist. Und auf die soll es beim Festival auch einen guten Blick geben: Geplant ist eine Aussichtsplattform mit Flussblick.

Die Organisatoren rechnen an dem Wochenende im Spätsommer mit etwa 2.000 Besuchern. Wer möchte, kann auch campen. Tickets für das „dreizehn°-Festival“ sind bereits im Vorverkauf – mit einem besonderen System: Ein Drei-Tages-Ticket gibt es für 49, 59 oder 79 Euro. Alle bekommen für das Geld das Gleiche.

Festival könnte 2019 fortgesetzt werden

„Die Leute entscheiden selber, wie viel sie zahlen wollen“, sagt Windheuser. „Wer mehr zahlen kann, unterstützt mit einem Ticket für mehr Geld das Festival und die Besucher, die nicht so viel Geld haben“, erklärt sie. Neben dem Ticketverkauf finanziert sich das Festival durch Sponsoring, Spenden und Kulturförderung.

Hinter dem Festival stecken fünf Hauptorganisatoren. Zum Teil haben sie schon bei der Organisation des Freifeld-Festivals in Oldenburg zusammengearbeitet. Dort fand sich allerdings zuletzt kein Veranstaltungsort mehr. An der Idee, ein vielfältiges Kulturprogramm auf die Beine zu stellen, hat das Team aber festgehalten und ist auf das BWK-Gelände aufmerksam geworden. Alle fünf Hautporganisatoren arbeiten, die Festival-Organisation machen sie ehrenamtlich und in ihrer Freizeit – ein weiterer Vollzeitjob.

Eine von fünf Hauptorganisatoren des „dreizehn°-Festivals“: Katrin Windheuser. Foto: Harm

Eine von fünf Hauptorganisatoren des „dreizehn°-Festivals“: Katrin Windheuser. Foto: Harm

Hinzu kommt, dass Kulturprojekte immer wieder scheitern, die Finanzierung ist oftmals schwierig. „Das hat bei uns dieses Jahr gut geklappt“, freut sich Windheuser. Das gilt auch für die Aufnahme in Blumenthal: „Wir fühlen uns im Stadtteil sehr willkommen.“ Wenn die Resonanz gut ist, soll es mit dem „dreizehn°-Festival“ auch nach 2018 weitergehen. „Von uns auch gerne auf dem BWK-Gelände“, fügt Windheuser hinzu.

Mehr Infos über das Festival gibt es unter dreizehngradfestival.de im Internet. Ab diesen Monat ist das Team immer mittwochs von 10 bis 16 Uhr im Nunatak in Blumenthal, Kapitän-Dallmann-Straße 2 – auch dort können Tickets gekauft werden.

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