Wird den Bremer Verkehr noch einige Tage behindern: die Baustelle auf der Werderstraße, zwischen Wilhelm-Kaisen-Brücke und der Zufahrt zum Franziuseck. Foto: Schlie Voraussichtlich erst Ende Juli können die Arbeiter die Baustelle auf der Werderstraße, zwischen Wilhelm-Kaisen-Brücke und der Zufahrt zum Franziuseck, räumen. Foto: Schlie
Baustelle Bremen

Noch mehr Staus nach Rohrbruch auf Kaisen-Brücke

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Rund 22.600 Autos fahren täglich über die Wilhelm-Kaisen-Brücke, in Stoßzeiten stauen sich regelmäßig die Fahrzeuge zwischen Westerstraße und Tiefer – sogar in der Ferienzeit. Es wird noch schlimmer.

Nach einem Wasserrohrbruch auf der Werderstraße ist die Brücke am Abbieger nur einspurig befahrbar. Die Zufahrt zum Stadtwerder ist gesperrt, folglich kann man – umgekehrt – von der Halbinsel auch nicht auf die Brücke fahren.

Spaziergänger hatten am sonnigen Samstag einen See auf der Fahrbahn entdeckt. „Die Passanten haben gut kombiniert und uns umgehend informiert“, sagt Peter Schrag, Rohrnetztmeister des Unternehmens Wesernetz.

Durch schwere Lkw zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen

Doch nicht das Rohr war gebrochen, sondern die Dichtung defekt. Sie hatte dem Druck durch verschiedene Außeneinflüsse nicht länger standgehalten.
„Brücke und Werderstraße sind stark frequentiert, letztgenannte wurde in jüngster Vergangenheit durch teils tonnenschwere Lkw zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen“, erläutert Schrag.

Letzte Reparatur ist erst acht Jahre her

Besonders ärgerlich für Anwohner und Anlieger: „Das Ganze war vor Jahren schon mal der Fall. Eigentlich bauen wir auch nicht für acht, sondern für 80 Jahre“, betont Schrag.
Lobend erwähnt er den Einsatz der Bereitschaftsdienste von Wesernetz. Nachdem Polizei und Feuerwehr den Ort abgesichert hatten, machten deren Teams sich umgehend an die Arbeit.

Erst nur ein Provisorium eingebaut

Dass die Maßnahmen bis 31. Juli andauern hat zwei Gründe: „Die Leitungen vor Ort haben einen Durchmesser von rund einem Meter. Für Rohre in dieser Größenordnung haben wir nicht mal eben ein Ersatzteil im Schrank.

Und auch der Hersteller hat keines vorrätig“, bedauert Wesernetz-Sprecherin Angela Dittmer. „Aktuell wurde ein Provisorium eingebaut. Sobald dieses durch ein Originalteil ausgewechselt wird, muss natürlich der Asphalt wieder hergestellt werden.“

Braunes Trinkwasser als mögliche Nebenwirkung

Dann könne es in der Nachbarschaft eventuell kurzzeitig eine unschöne Nebenwirkung geben: Das Trinkwasser färbt sich braun. „Dabei handelt es sich um Eisen- und Manganpartikel, die gesundheitlich unbedenklich sind.

Sie lösen sich von den Rohrwänden, wenn sich Druckverhältnisse ändern“, erklärt Dittmer. Eine Idee, wie Autofahrer dem Engpass ausweichen können, hat keiner so recht. Auf der Stephanibrücke ist es nicht besser. Über sie fahren täglich fast vier Mal so viele Autos wie über die Wilhelm-Kaisen-Brücke: rund 91.500 Autos.

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