Preisträger des Bremer Bürgerpreises 2018 Sparkassenvorstand Thomas Fürst zeichnete sieben Projekte mit dem Bremer Bürgerpreis aus. Foto: Lürssen
Bremer Bürgerpreis

Suppenengel, Spieltreff und Freifunker prämiert

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Unter dem Motto "Zukunft braucht Zusammenhalt" hatte die Sparkasse Bremen den Bremer Bürgerpreis 2018 ausgelobt. Die 10.000 Euro Preisgeld teilen sich sieben Preisträger von den Suppenengeln bis zu den Freifunkern.

Mit dem regionalen Wettbewerb würdigt die Sparkasse Bremen die Vielfalt des Ehrenamtes in der Stadt. „Es bedarf Menschen, die sich für eine Kultur des Miteinanders einsetzen Sie tragen dazu bei, den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken“, sagte Sparkassenvorstand Thomas Fürst am Donnerstagabend bei der Preisverleihung.

Insgesamt hatten sich 40 Einzelpersonen, Vereine und Projekte in den drei Kategorien Alltagshelden, Lebenswerk und U21 beworben beziehungsweise waren vorgeschlagen worden.

Vier Alltagshelden

In der Kategorie Alltagshelden wählte die Jury vier Projekte aus. Sie erhalten jeweils 1.500 Euro zur Fortführung ihrer Arbeit. Alltagshelden sind Privatpersonen, Gruppen und Vereine, die sich freiwillig in ihrem Lebensumfeld engagieren.

Geschäftsführer Peter Valtink nahm die Ehrung für die Bremer Suppenengel entgegen. Der Verein versorgt seit 1997 Bedürftige mit warmem Essen. Zwischen 150 und 250 Personen nehmen von dienstags bis freitags die Hilfe in Anspruch.

Nicht jeder kann sich einen Internetanschluss leisten. Der Förderverein Freifunk Bremen versucht ein für die Nutzer kostenloses stadtweites Datennetz aufzubauen. Dieses soll freie Kommunikation für alle ermöglichen, erklärte Jöda Stößer vom Förderverein Freifunk Bremen. Mehr als 700 Bürger haben sich bereits daran beteiligt und einen Freifunkrouter aufgestellt.

Das Künstlerhaus Ausspann im Bremer Schnoor ist ein kultur-, generationen- und herkunftübergreifender Treffpunkt. Die unterschiedlichen Räume auf mehreren Ebenen werden für Gruppen und Veranstaltungen unterschiedlicher Art genutzt: Ausstellungen, Seminare, kreative Treffs und Kurse. Eine Gastronomie hält die verschiedenen Räume, Gruppen und Ideen zusammen. Initiator Ronald Philipps freute sich über die Auszeichnung.

Stellvertretend für die Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bremen nahm der Präsident Martin Reinke die Auszeichnung entgegen. Im Rekordsommer 2018 war die Arbeit der ehrenamtlichen Retter besonders gefragt. Die DLRG hilft aber nicht nur bei Badeunfällen, sondern gibt auch Schwimmunterricht und bildet Taucher aus. Damit leistet sie auch einen großen Beitrag zur Prävention.

Zwei Preise für Lebenswerk

In der Kategorie Lebenswerk werden Ehrenamtliche ausgezeichnet, die sich mindestens 25 Jahre auf herausragende Weise einsetzen. Die Jury wählte in diesem Jahr zwei Personen aus, die jeweils 1.500 Euro erhalten.

Martina Krause ist seit 1988 beim Spieletreff des Landessportbundes Bremen als Übungsleiterin im Einsatz. Seit dem Jahr 2000 organisiert und leitet sie den beliebten Treff am Marcusbrunnen im Bürgerpark. 7.000 bis 8.000 Besucher jährlich nutzen den Spieltreff der von Mai bis September stattfindet.

Stefan Wolfestieg engagiert sich seit 27 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Bremen-Blumenthal. Seit 22 Jahren kümmert er sich als Jugendwart um die Jugendfeuerwehr. 37 Jugendliche gehören aktuell zu seinem Team. Die 21 Mädchen und 16 Jungen im Alter von zehn bis 18 Jahren treffen sich mindestens einmal in der Woche, um Feuerwehrübungen zu absolvieren, die Fahrzeuge zu pflegen oder für andere Aktivitäten, die sie selber planen und organisieren.

Jung und Ehrenamtler

In der Kategorie U21 werden Ehrenamtliche geehrt, die zwischen 14 und 21 Jahren alt sind. Jung zu sein und ein Ehrenamt zu bekleiden schließt sich eben nicht aus.

Der Jugendbeirat Hemelingen bringt sich in die Arbeit des Beirates Hemelingen ein und gibt dabei wichtige Impulse auch Sicht der Jugendlichen. Außerdem organisiert er eigene Veranstaltungen, etwa den Ju-Bi-Cup. Für die nächsten Aktivitäten stellt die Sparkasse auf Empfehlung der Jury 1.000 Euro zur Verfügung. Stellvertretend für die Mitglieder des Beirats nahm Anna Ikonik den Preis in Empfang.

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