Die Preise in den Bremer Bädern sind auch zu Beginn 2019 wieder angestiegen. Foto: Schlie
Pro und Contra

Erhöhte Schwimmbadpreise beibehalten?

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Zum 1. Januar hat die Bremer Bädergesellschaft die Schwimmbadpreise erhöht. Ingelore Rosenkötter, Vorsitzende der Sportdeputation, möchte das rückgängig machen, Martina Baden, Geschäftsführerin der Bäder, nicht.

Sollen die erhöhten Schwimmbad-Preise in Bremen beibehalten werden?

Pro: Martina Baden, Geschäftsführerin der Bremer Bädergesellschaft

Die Kosten für Energie, Personal und Sanierungen etc. steigen. Als Reaktion darauf haben viele Unternehmen ihre Preise angepasst. Die Bremer Bäder GmbH hat dies – moderat – ebenso getan, denn circa 65 Prozent der Kosten muss sie selbst tragen. Der andere Teil wird von der Freien Hansestadt Bremen bezuschusst. Dafür können Schulen, Kindergärten, Vereine, Gruppen und Menschen mit Bremen Pass oder Schüler-/Studentenausweis einen ermäßigten Eintritt bekommen.

Die Preise der Bremer Bäder GmbH bewegen sich im Bundesvergleich „im Mittelfeld“, eine Preisanpassung ist daher vertretbar, wenn ein qualifiziertes Team, High-Tech-Anlagen und die Sanierungen nicht Gründe genug ergäben. Viele Schwimmfans besuchen die Bäder, und es ist die Aufgabe dies auch denen zu ermöglichen, die es nicht bezahlen können. Die Zuschüsse für Anspruchsberechtigte sollten aber nicht von der Bremer Bäder GmbH finanziert werden müssen, die sie dann an anderer Stelle einsparen muss.

Contra: Ingelore Rosenkötter, Sportpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Was tun wir dagegen, dass immer weniger Kinder und Jugendliche schwimmen können? Darüber haben wir 2018 intensiv diskutiert und ein Schwimmkonzept beschlossen. Dann kam – ohne Info an die politischen Gremien – die Ankündigung von Preiserhöhungen. Ein völlig falsches Signal. Auch für die wichtigsten Partner bei diesem Thema: Die Schwimmvereine und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die sich nun weniger Bahnenzeiten für das Schwimmtraining leisten können. Unser Ziel muss sein, mehr Familien, mehr Kinder, mehr Jugendliche in die Bäder zu bekommen und mehr Schwimmkurse anzubieten.

Höhere Eintrittspreise – teilweise weit über den angekündigten 2,5 Prozent – sind da absolut kontraproduktiv. Ja, es geht ums Geld. Wir sind aber sicher, dass sich der Betrag, auf den die Bremer Bäder durch die Preiserhöhung hoffen, anders finanzieren lässt. Etwa über Haushaltsrestmittel oder eine gemeinsame Anstrengung der Ressorts. Man muss es nur wollen!

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1 Antwort

  1. Skov sagt:

    Wie kommen mehr Schwimmer und Badefreudige ins Schwimmbad? Nicht in dem man Preise erhöht und somit schlechte publicity . Ich war jetzt einmal, nach langer Zeit, für 5 Euro im Hallenbad Süd.
    Fazit: och nö … das ist mir zu teuer, obwohl ich es zahlen könnte. Nein, ich warte dann lieber auf den Sommer und gehe dann im See baden.
    Sollte Frau Baden mal drüber nachdenken.
    Beste Grüsse Birgit Skov

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