Ob der Betrieb im Big Ben wieder aufgenommen werden kann, ist unklar. die Ermittlungen laufen. Foto: Gößler
Drogenfund

Geht Betrieb in Kneipe weiter?

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Am Wochenende gab es Schlägereien und eine Hausdurchsuchung in Raucherlokal Big Ben am Herdentorsteinweg. Noch ist unklar, ob die Kneipe ihren Betrieb einstellen muss.

Der Haken zum Feststellen der Eingangstür ist verbogen, sie selbst mit einem Dienstsiegel der Polizei beklebt. Wer dieses entfernt, macht sich strafbar – die Beschriftung des Aufklebers ist eindeutig. Das Lokal ist vorübergehend geschlossen.

Nachdem es sowohl am Samstag- als auch am Sonntagmorgen Schlägereien vor sowie im Lokal gegeben und die Polizei zehn Personen vorläufig festgenommen hatte, durchsuchten Beamte die Raucherkneipe. Und geraucht werden dort offensichtlich nicht nur Zigaretten. Im Gastraum und der Toilette fanden die Ordnungshüter mehrere Verkaufseinheiten Marihuana sowie Kokain. Seitdem ist der Big Ben dicht. „Ob und unter welchen Voraussetzungen der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, wird aktuell geprüft. Die Ermittlungen dazu dauern an“, sagt Franke Haedke, Pressesprecherin der Polizei.

Ermittlungen laufen

Neben den Beamten sind die Mitarbeiter der Abteilung Gewerbe und Marktangelegenheiten beim Senator für Wirtschaft und Arbeit dafür zuständig. Sprecher Tim Cordßen erläutert das Prozedere. „Anders als es zunächst kommuniziert wurde, ist es nicht richtig, dass die Wirtin keine Konzession hat. Der Betrieb der Kneipe wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten von der Polizei untersagt. Das ist die übliche Praxis.“

Außerdem stehe die Frage im Raum, welche gaststättenrechtlichen Konsequenzen das für die Inhaberin haben kann – also inwieweit sie über das nötige Maß an Zuverlässigkeit für eine Konzession verfüge. Gerade in Bahnhofsnähe gebe es immer wieder Gewaltdelikte und Probleme mit dem Handel von Betäubungsmitteln. Das mache die Klärung der Lage nicht einfacher.

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Die Zukunft des Bahnhofsvorplatzes und der City gehören der Verdrängung

    Was für ein Glück, dass der Hauptanziehungspunkt auf der Discomeile geschlossen bleibt, und sich ein Problemfall, der zum Schaden des Ansehens der Stadt Bremen entwickelt hat, von allein gelöst hat. Gerade in der Bahnhofsgegend ist es daher wichtig, den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit und dessen legalisierten Abverkauf zu verbieten, um das Gesamtproblem in den Griff zu bekommen.

    Findorffer, Bürgerparkbesucher und Menschen, die im vorderen Schwachhausen, beispielsweise an der Hollerallee, an der vom Stern abehenden Parkalle und der Wachmannstraße, insbesondere aber auch rund um das Gymnasium „Hermann-Böse“ oder dem ehemaligen am Barkhof sowie entlang der Linie Vier, die auch nach Horn und ins niedersächsische Lilienthal führt leben, werden sich über die Folgen, die nach der Ausrüstung des Bahnhofsvorplatzes mit mehr als fünfzig Überwachungskameras und deren Inbetriebnahme auf sie zukommen, noch sehr ärgern. Im Bereich des Bahnhofsvorplatz wird die ständige Besetzung des ehemaligen Polizeireviers zudem bereits umgesetzt.

    Die Wachen in Findorff und die am Bürgerpark wie die auf der Bürgerweide und in Horn bleiben hingegen weiterhin beinahe ganzjährig geschlossen, wie die auf der Bürgerweide, oder nur in Teilzeit besetzt. Die Bundespolizei ist zwar am Nordausgang des Bahnhofs besetzt, ist aber für ihr Umfeld außerhalb des Bahnhofes nicht zuständig. Dort, häufig direkt vor der Wache am Eingang zum Discounter, stehen Angehörige des Klientel, dass vom Bahnhofsvorplatz verscheucht wird. Aber auch die Poller auf der Bürgerweide sind außerhalb der Volksfestzeiten beliebter Treffpunkt, wie der kleine Mandela-Park am Antikolonialdenkmal.

    In den Stadtteilen Findorff, dort an der Jan-Reiners-Lokomotive, oder an einschlägigen Stellen im Bürgerpark von Schwachhausen sind bereits traditionell stark trinkende Personen auf den Bänken die dort aufgestellt sind zu finden. Dort, am Beginn des Grünzuges mit dem Namen Jan-Reiners-Radweg in Findorff, wird diese Scene, wie auch im Bürgerpark in Schwachhausen, zukünftig Zuwachs finden. Da die Bettlerplätze vor Findorffer Supermärkten schon vergeben sind, werden sich Angehörige aus diesen Kreisen verstärkt, beispielsweise entlang der Linie vier, vor Supermärkten in Schwachhausen, Horn und Horn-Lehe einfinden.

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