Erneut sind ältere Bremer Opfer von Trickbetrügern geworden. Die Polizei fragt niemals nach Bankverbindungen oder Wertgegenständen im Haus. Symbolfoto: WR
Schwachhausen

Falscher Kripobeamter zockt Ehepaar ab

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Ein beharrlicher Betrüger brachte am Montagnachmittag ein älteres Ehepaar in Schwachhausen um seine Ersparnisse. Der Mann gab sich am Telefon als Kripobeamter aus.

Gegen 16.05 Uhr klingelte nach Polizeiangaben das Telefon bei den 75 und 76 Jahre alten Eheleuten in Schwachhausen.  Der Anrufer gab an, von der Kriminalpolizei zu sein und das Paar vor einem Vermögensschaden bewahren zu wollen.

Angeblich Einbrecher geschnappt

Angeblich wären in der Nachbarschaft Mitglieder einer rumänischen Einbrecherbande gefasst worden. In deren Unterlagen habe man Namen sowie Kontodaten des Ehepaares gefunden. Während des gesamten Telefonats gab der Anrufer immer wieder an, parallel mit der Staatsanwaltschaft in Kontakt zu stehen.

Er erklärte den Eheleuten schließlich, ihr Geld sei auf den Konten nicht mehr sicher. Aus diesem Grund sollten sie das Geld von den Konten abholen und sicher zu Hause deponieren. Die Senioren glaubten dem Anrufer und kamen der Aufforderung nach.

Geld vor die Tür gelegt

Im weiteren Verlauf sollte das Geld in einen Umschlag vor der Haustür abgelegt werden, wo dieser von einem angeblichen Polizisten abgeholt und verwahrt werden würde. Auch dieser Aufforderung kamen sie nach. Als der angebliche LKA-Beamte erneut nach weiterem Ersparten fragte, wurde das Paar misstrauisch und informierte die richtige Polizei über den Vorfall. Da war der Betrüger bereits mit dem Geldumschlag über alle Berge.

Die Polizei Bremen rät ausdrücklich: Beenden Sie solche Anrufe sofort! Auch wenn sich die Geschichte äußert plausibel und wahrheitsgemäß anhört. Niemals ruft die Polizei bei Ihnen an und fragt nach Bankverbindungen oder Wertgegenständen im Haus. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, egal wer der  Anrufer ist. Vertrauen Sie keiner auf dem Telefondisplay angezeigten Rufnummer. Es gibt Möglichkeiten, diese zu manipulieren. Beenden Sie das Gespräch selbst und rufen Sie den Polizeinotruf 110 an.

Weitere Tipps, wie Sie sich vor solchen Betrugsmaschen schützen können, erhalten Sie kostenlos beim Präventionszentrum der Polizei, Telefon 0421 / 362 – 190 03 oder unter www.polizei.bremen.de .

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